Der Spieler des Jahres dreht auf

Reus ist Dreh- und Angelpunkt beim BVB

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Marco Reus zeigt bei Dortmund, warum er Deutschlands Spieler des Jahres 2012 ist

Bremen - Marco Reus gilt derzeit als Deutschlands spektakulärster Fußballer. Bundestrainer Löw ist voll des Lobes. Bei seinem neuen Verein zeigt er schonmal was in ihm steckt.

Ohne Marco Reus geht derzeit fast nichts bei Borussia Dortmund. Jeder Angriff, jeder Eckball, jeder Freistoß läuft beinahe zwingend über Reus' Zauberfüße. Schon bevor die neue Saison richtig begonnen hat, hat der 17-Millionen-Mann eindrucksvoll klargestellt, wer künftig die zentrale Figur beim Double-Gewinner sein soll. Bereits in wenigen Wochen hat sich der Fußballer des Jahres in die Herzen der Fans, der Mitspieler und von Trainer Jürgen Klopp gespielt.

Als Klopp seinen Königstransfer beim 3:0-Pflichtsieg in der ersten DFB-Pokalrunde am Samstag beim Viertligisten FC Oberneuland in der 64. Minute auswechselte, wurde es richtig laut. Minutenlang feierten die gut zehntausend BVB-Fans im Bremer Weserstadion den neuen Fixpunkt der Dortmunder Offensive. “Was soll ich dazu noch sagen. Die Fans sind sicher einzigartig in Deutschland“, sagte der frühere Gladbacher zu seinen persönlichen Huldigungen.

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Von Eingewöhnungsproblemen kann beim derzeit größten Versprechen des deutschen Fußballs auf eine erfolgreiche Zukunft keine Rede sein. Der gebürtige Dortmunder scheint derzeit dem gesamten BVB noch einmal beweisen zu wollen, wie töricht es war, ihn in der Jugend auszumustern. Bei der anderen Borussia am Niederrhein erspielte er sich den Rang des interessantesten Fußballers der Republik, vielleicht gar den des spektakulärsten.

Für viel Geld korrigierten die Dortmunder ihre Fehleinschätzung von einst und haben nun ihre helle Freude am blonden Dribbelkönig. “Er hat große Fähigkeiten“, urteilte gerade erst Bundestrainer Joachim Löw.

In Bremen bei den Amateuren aus Oberneuland war es Reus, der dem BVB mit seinem 1:0 in der zehnten Minute früh ein Geduldspiel ersparte. Es ist unübersehbar, wie sehr ihn die Mitspieler jetzt schon bei jedem Angriff suchen. Vor allem das Direktspiel mit Sturmpartner Robert Lewandowski verspricht einzigartig in der Liga zu werden. Der 23-Jährige ist schon jetzt der Herr der Standards, ganz gleich, wo der Ball auf dem Spielfeld ruht.

“Natürlich sprechen wir uns da untereinander ab. Wir reden darüber, wer schießen soll“, berichtete Reus. Sobald die Kameraden den Blondschopf sehen, drehen sie auf dem Feld ab. Spätestens seitdem Reus im “Liga total Cup“ gegen Werder Bremen einen Freistoß in die Maschen jagte.

“Bei den direkten Freistößen haben wir den Abgang von Nuri Sahin eigentlich nie richtig überwunden. Marco hat direkt den ersten reingemacht. Da wären wir ja fahrlässig, wenn er die Dinger nicht weiter schießen soll“, befand Klopp, der sich auch von den Eckbällen noch viel verspricht: “Da habe ich letztes Jahr in Gladbach gesehen, dass er jeden Ball dem Dante auf den Kopf gejagt hat. Das soll er bei uns natürlich auch machen.“

dpa

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