Stellungnahme zu Steuervorwürfen

Maradona kehrt nach Neapel zurück

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Diego Maradona will sich zu den Steuervorwürfen äußern.

Rom - Fußball-Idol Diego Maradona kehrt offenbar am Montag nach Italien zurück. Der Argentinier, gegen den der italienische Fiskus ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung führt, soll am Mittag in Rom landen.

Das sagte Maradonas Anwalt Angelo Pisani am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Laut italienischen Medienberichten soll der Weltmeister von 1986 am Dienstag eine Pressekonferenz in seiner langjährigen Heimat Neapel geben und zu seiner Auseinandersetzung mit den Steuerbehörden Stellung nehmen.

„Maradona ist ein freier Mann, sein Status als Verfolgter ist eine Erfindung der Medien“, sagte Pisani. Anfang Februar hatte Maradona einen Appell an die italienische Politik gerichtet. In einer vom TV-Kanal Sky Tg 24 gesendeten Videobotschaft beteuerte er, dass er kein Steuersünder sei.

Wenige Tage zuvor hatte Maradonas Verteidiger behauptet, dass sein Mandant die langjährigen Probleme mit der italienischen Steuerbehörde gelöst habe. Die italienischen Behörden bestritten allerdings eine Einigung.

Maradona war 2005 wegen Unregelmäßigkeiten während seiner Zeit beim SSC Neapel (1984 bis 1991) zur Zahlung von 37,2 Millionen Euro verurteilt worden. Die italienische Justiz hatte den Fall 2011 neu aufgerollt.

Maradona hatte zuletzt immer wieder betont, er wolle eine Geschichte beenden, die sein „Leben vergiftet“ und ihn vieler Gelegenheiten beraubt habe. „Sie hat mir aber vor allem 18 Jahre Liebe der Neapolitaner entzogen. Ich bin kein Steuersünder, daher ist diese Situation für mich besonders bitter“, sagte Maradona.

Der einstige Weltstar wird in Neapel noch immer wie ein Held verehrt. Er führte Napoli 1987 und 1990 zur Meisterschaft sowie 1989 zum Gewinn des UEFA-Pokals.

SID

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