Maradona: "Sehe mich selbst in Messi"

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Lionel Messi und Diego Maradona - zwei der größten Fußballer aller Zeiten

Rom - Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona sieht in Weltfußballer Lionel Messi sozusagen die Reinkarnation seiner selbst. Welche Eigenschaft die beiden verbindet.

„Es gibt eine Eigenschaft, die niemand wie ich und Leo haben: Die Gedankengeschwindigkeit“, sagte der Weltmeister von 1986: „Ich habe Messi trainiert und ich habe mich selbst in seinem blitzartigen Begreifen gesehen, wie sich eine Aktion entwickeln kann. Das ist eine eingeborene Eigenschaft, wie ein Computer“, sagte Maradona der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport.

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Messi hatte Maradona stets als sein Idol angegeben. Die Kombination der wohl beiden besten argentinischen Fußballer der Geschichte endete jedoch mit einem Desaster. Mit Maradona als Nationalcoach scheiterten Messi und Co. bei der WM 2010 in Südafrika durch ein 0:4 gegen Deutschland im Viertelfinale.

Mit seinem Klub FC Barcelona hat Messi, der in den vergangenen drei Jahren jeweils zum Weltfußballer gewählt worden war, seit 2005 dagegen schon 18 Titel gewonnen.

Maradona will nach Neapel zurückkehren

Nach mehr als 20 Jahren will Maradona seine Probleme mit den italienischen Finanzbehörden lösen, um wieder nach Neapel zurückzukehren. Er plane ein Treffen mit dem Direktor der italienischen Steuerbehörde, Attilio Befera, um alle Probleme zu klären, sagte Maradona im Interview mit der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport am Samstag.

„Ich will eine Geschichte beenden, die mein Leben vergiftet und mir vieler Arbeitsgelegenheiten beraubt hat. Sie hat mir aber vor allem 18 Jahre Liebe der Neapolitaner entzogen. Ich bin kein Steuersünder, daher ist diese Situation für mich besonders bitter“, betonte Moradona und deutete auf Verhandlungen seiner Anwälte mit dem Fiskus über seine Steuerschuld aus seiner Zeit beim SSC Neapel (1984 bis 1991) an.

Derzeit läuft in der süditalienischen Stadt erneut ein Prozess gegen den Weltmeister von 1986. Das Verfahren über angeblich 38 Millionen Euro Steuerschulden des einst besten Spielers der Welt wurde angestrengt, weil in einem vorangegangenen Prozess ein Formfehler vorgelegen hatte. „Ich will weder als Sportdirektor noch als Trainer in Italien arbeiten. Ich will einfach wie alle Neapolitaner das San Paolo-Stadion betreten können, um den SSC Neapel anzufeuern“, betonte der Argentinier.

Den Weg seines Ex-Klubs, der in dieser Saison erstmals in der Champions League spielte und erst im Achtelfinale am FC Chelsea scheiterte, verfolgt er weiterhin. „Napoli hat in der Champions League bereits in dieser Saison gut abgeschnitten, und ich bin sicher, dass im kommenden Jahr die Resultate noch besser sein werden“, sagte Maradona.

sid

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