Kündigung via Twitter verbreitet

Maradona im Urlaub gefeuert

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Diego Maradona ist in Dubai gefeuert worden.

Dubai - Vor einem Monat bekannte sich der Club noch zu Diego Maradona. Nun warf Al-Wasl die argentinische Fußball-Legende raus. Ein weiteres erfolgloses Kapitel in Maradonas Trainer-Vita.

Diego Maradonas Arbeitgeber teilte das jähe Ende der nur 13-monatigen Ära via Twitter mit - und der 51-jährige Argentinier erfuhr vom erneuten Scheitern als Fußball-Trainer in seinem Heimaturlaub. „Skandale, Diskussionen, Streit mit den Fans, Siege, aber keinen Titel“, fasste die argentinische Zeitung „Clarín“ am Mittwoch die gut einjährige Amtszeit Maradonas bei Al-Wasl in Dubai zusammen.

Eine Stellungnahme von Maradona selbst gab es zunächst nicht. Der Weltmeister von 1986 befindet sich seit knapp einem Monat in Argentinien - mit der eigentlichen Bestätigung für seinen zweijährigen Vertrag. Anfang Juni hatte sich arabische Club zu dem exzentrischen Südamerikaner noch bekannt. Nun aber warf Al-Wasl zusammen mit Maradona auch dessen gesamte Trainer- und Betreuer-Entourage raus.

Die ausgebliebenen Erfolge veranlassten die Scheichs offensichtlich zum Umdenken. Die von der argentinischen Zeitung „Olé“ ausgerechnete Bilanz - 21 Siege, 18 Niederlagen und 5 Remis in 44 Spielen - entsprach nicht dem Anspruch des Clubs aus Dubai. Erst recht nicht Platz acht in der heimischen Liga - von zwölf Mannschaften.

Hinzu kam das verlorene Finale der Champions League für die arabischen Staaten gegen Al-Muharraq aus Bahrain. Und noch ein Wutanfall Ende März. Nachdem auch seine Lebensgefährtin beschimpft worden war, eilte Maradona auf die Tribüne und zu Hilfe. Nachher wütete er: „Wer mich kritisieren will, der soll dies direkt tun, Mann gegen Mann.“

Mit Begeisterung verfolgte Maradona jüngst unter anderem eine Theateraufführung seiner Tochter Dalma in Buenos Aires. Titel des Stücks: „La hija de Dios“ - zu deutsch: Die Tochter Gottes. Mit seinem Vater ging es zudem auf Fischerurlaub in den Nordosten des Landes.

Ganz ohne Fußball schaffte es die „Hand Gottes“ aber auch im Urlaub nicht. Das Finale der Copa Libertadores ließ sich Maradona nicht entgehen. Allerdings bekam er im Bombonera-Stadion eine Niederlage seines Herzensverein Boca zu sehen. Dass die Juniors für ihn als Trainer ein weiterer Traum sind, ist unbestritten. So wie es die Nationalmannschaft war. Wie das Kapitel endete, ist bekannt: Nach der 0:4-Klatsche im WM-Viertelfinale vor zwei Jahren gegen Deutschland wurde sein Vertrag mit dem argentinischen Verband nicht verlängert.

dpa

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