Nach denkwürdigem Zittersieg der DFB-Elf

Neuer: Einladung an Österreich verschickt

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Auch Manuel Neuer zeigte gegen Österreich eine durchwachsene Leistung

Wien - Nach dem Zittersieg der DFB-Elf gegen Österreich hat Joachim Löw einiges aufzuarbeiten. Manuel Neuer spricht von Einladungen ans ÖFB-Team. Der Problembereich ist offensichtlich.

Nach dem mühevollen 2:1-Sieg in Österreich war für Joachim Löw nur das blanke Resultat von Bedeutung. „Für mich zählen die drei Punkte. Wir wissen, dass wir uns in einigen Bereichen verbessern müssen“, sagte der Bundestrainer nach dem heißen Kampf in Wien am Dienstagabend. Mit sechs Punkten nach zwei Spielen ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien auf Kurs. Doch eine neue Euphorie konnte der Auftritt im Ernst-Happel-Stadion nicht entfachen.

DFB-Elf gewinnt in Wien - Bilder des Spiels

DFB-Elf gewinnt in Wien - Bilder des Spiels

„Positiv ist, dass wir die drei Punkte gewonnen haben, wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Wir haben eine Einladung an die Österreicher geschickt. Normalerweise geht das in die Hose“, sagte Torwart Manuel Neuer. Nach schwachem Start gegen das aggressive Austria-Team sah es für die deutsche Elf durch die Tore von Marco Reus (44.) und Mesut Özil (52./Foulelfmeter) nach einem normalen Sieg aus. Der Gegentreffer des Bremers Zlatko Junozovic (57.) machte die Partie aber nochmal spannend. „Wir haben viele Fehler im Aufbau gemacht, die nicht passieren durften“, gestand Thomas Müller.

Problembereich bleiben für Löw die Außenverteidiger-Positionen. Kapitän Philipp Lahm ist nach seiner Rückversetzung auf rechts weit von seiner Bestform entfernt. Auf links leistete sich der von einer Fußprellung gerade genesene Marcel Schmelzer einige Fehler. „Wir haben links nicht so viele Alternativen. Wir werden weiter mit Marcel Schmelzer arbeiten und hoffen, dass er sich weiter entwickelt“, sagte Löw. Immerhin wurde die Siegesserie gegen den kleinen Nachbarn auf acht Erfolge ausgebaut.

Bis zu den nächsten Pflichtspielen am 12. Oktober in Dublin gegen Irland und vier Tage später in Berlin gegen den wohl größten WM-Konkurrenten Schweden will Löw in der Bundesliga und in der Champions-League seine Kandidaten genau unter die Lupe nehmen. „Das hängt von der Leistung ab, die die Spieler in den nächsten Wochen zeigen. Wir haben uns nicht festgelegt auf diesen Kader“, sagte Löw zu möglichen personellen Alternativen.

Gleichzeitig bestimmte der DFB-Chefcoach das Kriterium für den Sprung in die DFB-Auswahl: „Durchschnittlich spielen in der Bundesliga reicht nicht, weil wir den Anspruch haben, top zu sein, international gesehen“, sagte Löw.

dpa

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