ManCity: Gnade für Tevez?

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Carlos Tevez steht vor einer Rückkehr in den Kader

Birmingham - Skandalprofi Carlos Tevez steht vor einer Begnadigung beim englischen Tabellenführer Manchester City. Jetzt muss er nur noch über seinen eigenen Schatten springen. 

“Ich hoffe, dass er diese Woche hier sein wird. Der Club hat kein Problem mit ihm, es hängt an ihm“, sagte City-Trainer Roberto Mancini am Sonntagabend nach dem 1:0-Sieg bei Aston Villa . Der argentinische Nationalspieler müsse sich nur bei dem Club entschuldigen: “Ich werde immer seine Hand schütteln und vergebe allen Menschen.“ Tevez hatte sich Ende September mit Mancini überworfen und seither kein Pflichtspiel mehr für den Verein bestritten.

Tévez-Berater Paul McCarthy bestätigte am Montag, dass der Argentinier am Dienstag zurück bei ManCity erwartet werde: “Roberto Mancini hat ihm mehr als die Tür geöffnet und nun muss er noch fit werden. Er möchte wieder Fußballspielen. Das ist das, was er am besten kann.“

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Nach englischen Medienberichten wird Tevez am Dienstag in Manchester zurückerwartet und ist nach eigenen Worten “fit und bereit“, um City im Liga-Endspurt zu helfen. “Jeder Schurke in einer Seifenoper feiert ein Comeback“, schrieb die Tageszeitung “Independent“ am Montag und verglich ihn mit J.R. Ewing aus “Dallas“.

“Carlos weiß, dass er ein City-Spieler ist“, betonte Mancini. Der Fitnesszustand des Südamerikaners, der sich seit November ohne Erlaubnis des Clubs in Argentinien aufhielt, sei aber unklar.

Auslöser des Zoffs war die Weigerung des 28-Jährigen, sich im Champions-League-Spiel beim FC Bayern München einwechseln zu lassen. Ursprünglich hatte Tevez den Verein im Winter verlassen wollen. Verhandlungen mit Clubs wie Inter Mailand, AC Mailand und Paris Saint-Germain waren aber allesamt geplatzt.

Dem Boulevardblatt “Daily Mail“ zufolge gibt es eine weitere Bedingung für die Begnadigung: Tevez müsse seine Beschwerde gegen eine Geldstrafe fallen lassen. ManCity fordert vom ihm sechs Wochengehälter in Höhe von umgerechnet 1,4 Millionen Euro wegen “groben Fehlverhaltens“.

dpa

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