Magath will CL-Sieg - und preist Diego bei Konkurrenten an

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Wolfsburg-Trainer Felix Magath will seine Karriere mit einem Sieg der Champions-League krönen.

Bad Kleinkirchheim - Trainer Felix Magath will sich auch in seiner zweiten Amtszeit beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht mit Mittelmaß zufriedengeben und setzt hohe Ziele.

“Meine Aufgabe ist es jetzt, den Verein so zu entwickeln, dass maximaler Erfolg möglich ist. Ich glaube, dass viele Menschen den Fehler machen, sich selbst Grenzen zu setzen. Ich habe in meinem Leben gelernt, dass alles machbar ist“, sagte der VfL-Coach und -Geschäftsführer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd: “Daher war und ist es als Trainer immer mein Ziel, einmal die Champions League zu gewinnen. So gehe ich meine Arbeit an.“

In insgesamt fünf Champions-League-Anläufen mit dem VfB Stuttgart, Bayern München und Schalke 04 kam Magath mit seinen Mannschaften nie über das Viertelfinale hinaus. Sein vorzeitiger Abschied von S04 in der vergangenen Saison verwehrte ihm möglicherweise den bisher größten Triumph in der Königsklasse. Magath, der den Europapokal der Landesmeister 1983 als Spieler mit dem Hamburger SV gewann, führte Schalke in die Runde der letzten Acht. Dann übernahm Ralf Rangnick und schied mit dem Team im Halbfinale gegen Manchester United aus.

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Mit Wolfsburg könnte Magath die Königsklasse frühestens 2013 gewinnen. Dafür müsste sich die Mannschaft, die in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherte, allerdings in der kommenden Spielzeit für die Champions League qualifizieren.

Diego soll verkauft werden

Gleichzeitig wird der in Ungnade gefallene Spielmacher Diego bei potentiellen Interessenten angepriesen. “Ich kann allen Interessenten nur sagen, dass er viel besser drauf ist, als in der vergangenen Saison“, sagte Magath der Nachrichtenagentur dapd im VfL-Trainingslager im österreichischen Bad Kleinkirchheim. Dass ein baldiger Wechsel des Brasilianers zustande kommt, glaubt der Coach jedoch nicht.

“Es gibt immer mal wieder Anfragen. Aber ich denke, dass wird sich noch hinziehen. Ich gehe dennoch davon aus, dass er am Ende der Transferperiode nicht mehr hier ist“, sagte Magath und schloss Diegos Rückkehr in den Wolfsburger Kader erneut aus: “Wir haben in zwei, drei Gesprächen gemeinsam die Entscheidung getroffen, dass es besser ist, sich zu trennen. Damit ist die Sache geklärt.“

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Diego hatte die Mannschaftssitzung der Wolfsburger vor dem letzten Spiel der vergangenen Saison bei 1899 Hoffenheim aufgrund seiner Nicht-Berücksichtigung für die Startelf verlassen und war dadurch bei Magath in Ungnade gefallen. Der VfL versah den Mittelfeldspieler mit einer Geldstrafe sowie einer Abmahnung und erteilte ihm die Freigabe für einen Vereinswechsel.

Zuletzt wurde Diego, der erst vor der vergangenen Saison für gut 15 Millionen Euro vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin nach Wolfsburg gekommen war, immer wieder mit verschiedenen Vereinen aus England, Spanien und Brasilien in Verbindung gebracht. Derzeit trainiert der noch bis 2014 an den VfL gebundene Südamerikaner mit dem Kader der Niedersachsen in Österreich. Die Transferperiode endet am 31. August.

dapd

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