Magath kritisiert sich selbst

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Felix Magath

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg wird zum Prügelknaben der Bundesliga. Erst Das Konzept von Felix Magath geht nicht auf. Der Alleinherrscher äußert erste Selbstzweifel.

Die Spieler machten auf dem Weg zum Auslaufen einen großen Bogen um die Journalisten, Felix Magath verließ das Klubgelände wortlos in seiner schwarzen Limousine: Einen Tag nach der 1:5-Pleite bei Borussia Dortmund blieb man beim VfL Wolfsburg lieber unter sich. Hinter verschlossenen Türen hatte Magath seine Spieler zwei Stunden um sich versammelt.

Noch in Dortmund war der Wolfsburger Alleinherrscher ungewohnt selbstkritisch aufgetreten. „Das Ergebnis könnte zu Überlegungen führen, dass der eine oder andere Spieler nicht die Qualität hat, unsere Ziele zu erreichen“, sagte Magath und brachte sich damit selbst in die Bredouille. Schließlich war er es, der die Mannschaft komplett umgekrempelt und nahezu alle Verpflichtungen von Vorgänger Dieter Hoeneß in die Wüste geschickt hatte.

Nun aber scheint der Coach von einigen seiner eigenen Einkäufen nicht mehr überzeugt zu sein und machte sich damit angreifbar. In der Tat erfüllen vor allem die prominenten Schnäppchen, die Magath unter großem Getöse der Öffentlichkeit an den Mittellandkanal gelockt hatte, derzeit die Erwartungen nicht und stellen die Hierarchie infrage. Hasan Salihamidzic zeigte gegen den BVB erneut eine schwache Vorstellung. Thomas Hitzlsperger war erst gar nicht dabei, weil er wegen einer Knie-OP länger ausfällt.

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Barcelona-Leihgabe Alexander Hleb erzielte in der Bierstadt zwar sein erstes Tor, patzte aber in der Defensive. „Das zweite Gegentor geht auf meine Kappe“, sagte der Weißrusse, der erst kurz vor der Halbzeit eingewechselt worden war. Vielsagend schob der frühere Arsenal- und Barcelona-Star hinterher: „Man kann sich für diese Leistung bei den Fans nur entschuldigen.“ Auch der von Magath geholte Routinier Sotirios Kyrgiakos erwies sich wieder als Unsicherheitsfaktor.

Was nun Herr Magath?, möchte man dem Manager-Trainer zurufen. Der einstige Meistercoach hätte wohl selbst nicht für möglich gehalten, dass seine zweite Mission in Wolfsburg so schwierig anlaufen würde. Im März war der Trainer-Routinier in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von Schalke 04 zum Werksklub gewechselt. Ins internationale Geschäft wollte er in dieser Saison einziehen. Davon sind seine zahnlosen „Wölfe“ aber weit entfernt.

Vor allem auf des Gegners Platz läuft nichts mehr zusammen. Der Meister von 2009 kassierte in sieben Spielen fünf Niederlagen und ist mit 19 Gegentoren die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga.

Während Magath hier und da gerne noch vom Europacup spricht, haben zumindest einige seiner Spieler den Ernst der Lage erkannt. „Worum es geht, darüber sind wir uns alle bewusst. Wir müssen auch nach unten schauen“, sagte Ex-Kapitän Marcel Schäfer und machte klar, wo der VfL im November 2011 steht: Mitten im Abstiegskampf.

sid

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