Mafia-Kontakte: Stürmer-Star Miccoli in der Kritik

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Fabrizio Miccoli (vorne) wird mit der Mafia in Verbindung gebracht.

Palermo - Der Starstürmer des italienischen Fußball-Erstligisten US Palermo, Fabrizio Miccoli, sorgt in seiner Heimat Italien für Negativ-Schlagzeilen. Ihm werden Kontakte zur Mafia nachgesagt.

Der Kapitän des sizilianischen Spitzenklubs soll mit Salvatore Lauricella befreundet sein, dem Sohn des am Montag verhafteten Mafia-Bosses Antonino Lauricella.

Dieser war in Palermo nach einer sechsjährigen Flucht der Polizei ins Netz gegangen. Obwohl keine Untersuchung gegen Miccoli läuft, wollen die Ermittler klären, warum der Stürmer Beziehungen zum Sohn des Mafia-Bosses hatte, berichtete die italienische Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport am Mittwoch.

Schon der Stürmerstar von Manchester City, Mario Balotelli, war wegen Bekanntschaften zu Personen mit Verstrickungen zum organisierten Verbrechen in die Kritik geraten. Laut Polizei hat der 20-Jährige im vergangenen Jahr mit zwei Bossen der Camorra, dem neapolitanischen Arm der Mafia, das berüchtigte Viertel Neapels Scampia, besucht.

Der Spieler hatte sich im Juni 2010 mit den beiden Bossen Salvatore Silvestri und Biagio Esposito, Spitzenvertretern von zwei prominenten Camorra-Clans, fotografieren lassen. Der Fall löste in Italien hitzige Diskussionen aus. Balotelli erwiderte, er habe nicht gewusst, dass seine Begleiter im Viertel Scampia Mafia-Bosse gewesen seien.

SID

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