Was macht eigentlich Thorsten Legat?

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Thorsten Legat im Schalke-Shirt im Jahr 2000

Wuppertal - Vor gut zehn Jahren beendete Thorsten Legat seine Karriere. Seitdem ist es still geworden um die einstige Reizfigur. Was macht der 43-Jährige heute? Er spricht über seinen neuen Job.

Für seine "Was machen Sie eigentlich?"-Rubrik klingelte der Kicker bei einem Ex-Fußballer durch, der noch allen Fans geläufig ist - wenn auch nicht gerade positiv: Thorsten Legat machte immer wieder durch Verfehlungen auf sich aufmerksam. Am schlimmsten ist wohl die Geschichte, die aus der Zeit beim VfB Stuttgart überliefert ist: Legat soll damals auf ein Poster, das seinen farbigen Teamkollegen Pablo Thiam mit einer Trinkflasche zeigt, das Wort "Negersaft" gekritzelt haben.

Der Kicker fragt Legat, was er am meisten bereue: "Die rassistischen Beleidigungen gegen Pablo Thiam? Die Prügelei in der Silvesternacht 1997? Oder den Angriff mit dem Samurai-Schwert?" Legat zeigt sich reuig. "Ich will die Dinge nicht einzeln aufbröseln. Ich schäme mich, ich bereue manches. Damals war ich naiv. Doch wer macht nicht Fehler in jungen Jahren?"

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Heute sieht sich Legat auf der Sonnenseite des Lebens. "Wie sagt man: Es geht den Umständen entsprechend gut." Er berichtet über seinen neuen Job: "Ich bin selbständig. Mache in Immobilien. Verwalte meine Häuser. Alles gut." Zudem fange er bei der U 15 des Wuppertaler SV als Jugendtrainer an.

Aus seiner früheren Zeit schätzt er besonders einen Mann: den heutigen Bayern-Co-Trainer Hermann Gerland. "Ich kam von der Straße, in Bochum. Ich verdanke Hermann Gerland alles. Er hat mich geprägt."

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