"Ballack wird sich umbringen wollen"

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Michael Ballack musste nach dem EM-Finale 2008 dann doch nicht mit einer Trage vom Feld getragen werden.

München - Ex-Spanien-Coach Luis Aragones war sich schon vor dem EM-Finale 2008 ganz sicher, dass seine Mannschaft den Titel gewinnt.

Es ist der 29. Juni 2008, die spanische Nationalmannschaft sitzt im Bus, der sie zum Finale im Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen Deutschland befördert. Die Stimmung ist angespannt, nur einer lächelt: Trainer Luis Aragonés. Neben ihm im Bus sitzt Pedro Cortés, der Reiseleiter des spanischen Nationalteams. Zu Mittag hat Cortés nicht einen Bissen runterbekommen, muss während der Fahrt eine Beruhigungspille gegen die Nerven nehmen.

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Plötzlich dreht sich Aragonés zu ihm um und sagt: „Du bist doch echt ein Hosenscheißer. Du weißt gar nicht, was für eine Angst die Deutschen vor uns haben. Glaub mir, Pedro!“ Der Spanien-Trainer weiter: „Wir machen die fertig. Die werden den Ball nicht sehen. Ich sag’s dir, du bist Europameister. Wenn sie einen Ball sehen wollen, werden sie sich einen kaufen müssen. Der Wallas (Ballack, d.Red.) wird sich umbringen wollen, der wird am liebsten seinen Kopf gegen den Pfosten schlagen wollen. So verzweifelt wird er sein, er wird wollen, dass man ihn auf einer Trage vom Feld bringt.“

Minuten vor dem Spiel – Aragonés hat die Ansprache mit dem Worten „Finals spielt man nicht, man gewinnt sie“ beendet – wendet er sich Fernando Torres zu. Aragonés malt ihm ein Kreuz auf die Stirn und sagt: „Du machst heute zwei Tore.“ Torres erzielte das 1:0 in der 33. Minute, in der 22. setzte er einen Kopfball gegen den Pfosten.

lop

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