Löw muss umdenken - wegen Schweinsteiger

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Joachim Löw (r.) muss für die abschließenden Länderspiele umdisponieren.

München - Bastian Schweinsteiger verpasst wegen eines Schlüsselbeinbruchs den Länderspielabschluss 2011. Bundestrainer Löw muss seine Ideen für die Partien in der Ukraine und gegen die Niederlande variieren.

Nach der schweren Verletzung seines “emotionalen Leaders“ Bastian Schweinsteiger muss auch Joachim Löw seine Länderspiel-Pläne überdenken. Wenn der Bundestrainer an diesem Freitag seinen Kader für die beiden letzten Auftritte des Jahres in der Ukraine und gegen die Niederlande bekanntgibt, wird der Name Schweinsteiger fehlen. Möglicherweise wird Löw nach der souveränen EM-Qualifikation der Fußball-Nationalmannschaft auch noch dem einen oder anderen hochbelasteten Spieler eine Pause gewähren.

Dementsprechend groß dürfte das Aufgebot sein, das sich am kommenden Dienstag in Hamburg versammelt. Einen Tag später wird Löw in der Hansestadt mit den Topspielern Philipp Lahm, Lukas Podolski, Thomas Müller und Manuel Neuer das neue EM-Trikot für die Endrunde im kommenden Sommer in Polen und der Ukraine präsentieren, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte.

“Ich weiß noch nicht, ich habe noch nicht mit dem Bundestrainer gesprochen“, sagte DFB-Kapitän Lahm zu einer möglichen Arbeitsteilung der berufenen Akteure in den beiden Spielen. Für Löw sind die Begegnungen am 11. November gegen den EM-Mitgastgeber in Kiew sowie vier Tage später in Hamburg gegen die “Oranjes“ zwar “keine Freundschaftsspiele“, wie der DFB-Chefcoach betonte: “Dennoch werde ich sicher einigen jungen Spielern eine Chance geben“, stellte Löw einige Experimente zum Jahresabschluss in Aussicht.

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“Ich weiß nicht, was geplant ist. Ich lasse mich überraschen“, erklärte am Donnerstag der Münchner Toptorjäger Mario Gomez, der sich mit dem derzeit ebenfalls bei Lazio Rom in Glanzform agierenden Miroslav Klose ein internes Duell um die einzige zentrale Stürmerposition bei Löw liefert.

Der Bundestrainer bedauert wie die Bayern die mindestens sechswöchige Zwangspause von Schweinsteiger, der noch in der Nacht nach dem 3:2-Sieg der Münchner in der Champions League gegen den SSC Neapel am rechten Schlüsselbein operiert wurde. Dem 27-Jährigen wurde bei dem Eingriff eine Platte eingesetzt. Schweinsteiger hat als Mittelfeldchef auch bei Löw eine Sonderrolle. Doch der Bundestrainer formulierte nach WM-Platz drei und den anschließenden zehn Siegen in der EM-Qualifikation eine klare Erkenntnis: “Wo früher geklagt wurde, dass wir keine Alternativen haben, können wir heute schnell reagieren und variieren.“

Bei der Verteilung der Belastung dürfte Löw auch die Interessen der Vereine mit im Blick haben. Denn nur vier Tage nach dem Länderspiel-Klassiker gegen den Vizeweltmeister Niederlande steigt in der Liga das absolute Topspiel FC Bayern gegen Meister Dortmund.

dpa

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