"Kein gutes Spiel gemacht"

Löw: Harte Worte in Richtung Marcel Schmelzer

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Jogi Löw (l.) sieht bei Marcel Schmelzer noch viel Luft nach oben.

Dublin - Joachim Löw hat die Außenverteidiger-Positionen auch für die nähere Zukunft als Problemzonen in der deutschen Nationalmannschaft ausgemacht und den Dortmunder Marcel Schmelzer ungewöhnlich scharf kritisiert.

„Er hat gegen Österreich kein gutes Spiel gemacht. Viele Alternativen gibt es jetzt auch nicht, also müssen wir mit Schmelzer die nächsten zwei, drei, vier fünf Monate weiterarbeiten, das werden wir auch, und Alternativen schaffen“, sagte Löw vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland in Dublin am Freitag (20.45 Uhr MESZ/ZDF).

Kurze Zeit später war der 52-Jährige jedoch bemüht, seinen Aussagen die Schärfe zu nehmen. Schmelzer habe in Dortmund „über einen langen Zeitraum hinweg sehr gut gespielt. In der Nationalmannschaft war er zuletzt beim Freundschaftsspiel gegen Argentinien im August überragend. Daher gehört er absolut zurecht der DFB-Auswahl an“, ließ Löw über den DFB mitteilen. Er habe „nach wie vor großes Vertrauen in seine Fähigkeiten.“ Das habe er dem 24-Jährigen am Donnerstag „auch nochmal in einem persönlichen Gespräch so mitgeteilt“.

Generell sieht Löw Schwierigkeiten besonders auf der linken Abwehrseite. „In der Bundesliga gibt es gerade außen links ganz, ganz wenige Alternativen, und ich kann sie mir auch nicht schnitzen“, sagte der 52-Jährige, zuvor hatte er bereits von einem „gewissen Engpass“ auf dieser Position gesprochen. Allerdings will Löw dem BVB-Verteidiger Schmelzer auch Zeit geben. „Einige Spieler müssen sich international erst noch an die Schnelligkeit, die Dynamik und den Druck gewöhnen.“

Ansonsten plagen Löw personell keine Sorgen mehr. Mario Götze (Borussia Dortmund) und und Lukas Podolski (FC Arsenal) seien nach kleineren Wehwehchen wieder voll belastbar.

sid

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