"Erst mal keine weiteren Gespräche"

Löw: Seine Aussagen von der Pressekonferenz

+
Joachim Löw

Torshavn - Nach dem Sieg gegen die Färöer hat sich Joachim Löw in der Pressekonferenz zum Spiel und zu seiner bevorstehenden Vertragsverlängerung geäußert: die wichtigsten Aussagen.

Herr Löw, ein 3:0 auf den Färöern. Nur ein 3:0 - oder sind Sie voll zufrieden?

Joachim Löw: Dass es zäh werden würde, war zu erwarten. Insgesamt war es eine absolute Pflichtaufgabe, ein Muss. Unsere Spielanlage auf dem Kunstrasen war absolut in Ordnung. Der Gegner hatte neun bis zehn Spieler im Strafraum, manchmal war es wie beim Hallen-Handball. Aber wir müssen an unseren finalen Aktionen arbeiten, das habe ich schon in den letzten Spielen gesehen. Da müssen wir zielorientierter werden.

Das Ticket zur WM ist durch den Sieg von Schweden in Kasachstan noch nicht gelöst. Bedeutet dies, dass sich Ihre Vertragsverlängerung auch noch eine Weile hinziehen wird, nachdem schon berichtet wurde, dass sie in dieser Woche verkündet werden könnte?

Löw: Heute nach dem Spiel wäre es auf keinen Fall klar gewesen, selbst wenn Schweden unentschieden gespielt hätte. Jetzt werden erst einmal keine weiteren Gespräche stattfinden. Und dann schauen wir mal, was im Oktober passiert.

Sie haben in der Innenverteidigung wie schon gegen Österreich Per Mertesacker und Jerome Boateng aufgeboten. Beide haben wieder überzeugt. Haben Sie damit Ihre Stamm-Abwehr schon gefunden?

Löw: Es war jetzt erst einmal eine Entscheidung für diese beiden Spiele. Sie haben mir in beiden Spielen gut gefallen, vor allem gegen Österreich. Färöer war natürlich nicht so drucksvoll, aber sie haben konzentriert dagegen gehalten. Aber ich habe immer gesagt, dass ich Mats Hummels nach wie vor vertraue. Er hat bei der EM ein gutes Turnier gespielt und kann auf dem Niveau spielen.

Auch Mario Gomez ist wie Hummels in beiden Spielen keine Minute eingesetzt worden. Ist er im Sturm nur noch die Nummer drei hinter Miroslav Klose und Max Kruse?

Löw: Natürlich zähle ich auf Mario, ich weiß, was er kann. Aber gegen Österreich hatte ich das Gefühl, dass es in dieser Phase besser war, wenn Sven Bender kommt und Mesut Özil vorne reingeht. Und diesmal, auf Kunstrasen, wollte ich Max Kruse einmal die Möglichkeit geben, weil er im Training sehr ballsicher und bewegungsfreudig war. Mario hat sich in Florenz gut eingeführt, aber er war lange in der Vorbereitung.

Wie sehen Sie nun die Konstellation in der Gruppe?

Löw: Wir können im letzten Heimspiel gegen Irland alles klarmachen. Das ist unser Ziel, und ich denke, dass wir das schaffen werden. Dahinter wird noch Spannung herrschen.

Sie haben kurz vor Schluss Sidney Sam eingewechselt. Mit dem Hintergedanken, dass er damit nun endgültig für Deutschland festgespielt ist?

Löw: Nein, das hat keine Rolle gespielt. Er hatte mir schon länger signalisiert, dass er unbedingt für uns spielen will und seine Meinung nicht ändern wird.

aufgezeichnet in der Pressekonferenz in Torshavn von Holger Schmidt (SID)

3:0 beim Fußballzwerg Färöer: Löw-Elf feiert Pflichtsieg

3:0 beim Fußballzwerg Färöer: Löw-Elf feiert Pflichtsieg

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare