Lockerer Bayern-Sieg gegen indisches Nationalteam

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Bastian Schweinsteiger (r.) hat seine Schlüsselbeinverletzung ausgestanden.

Delhi - Bayern München hat seine Geschäftsreise nach Indien sportlich erfolgreich abgeschlossen. Der Rekordmeister feierte im vierten Test den vierten Sieg. Auch Bastian Schweinsteiger zählt zu den Torschützen.

Der Rekordmeister bezwang die indische Nationalmannschaft in Delhi 4:0 (4:0). Beim Abschiedsspiel für Indiens Fußball-Ikone Baichung Bhutia trafen Mario Gomez (14.), Thomas Müller (29., 37.) und Bastian Schweinsteiger (43.) für die nie richtig geforderten Münchner.

Mit dem Trip von Doha/Katar nach Delhi ging für die Bayern ein neuntägiges Trainingslager zu Ende. Trainer Jupp Heynckes ließ wie in den beiden ersten „echten“ Tests die Elf ran, die er am 20. Januar zum Rückrundenstart bei Borussia Mönchengladbach bringen möchte. Einzige Ausnahme: Innenverteidiger Daniel van Buyten konnte wegen einer leichten Wadenverhärtung nicht spielen, für ihn rückte Jerome Boateng ins Team, Rafinha verteidigte rechts. In der zweiten Halbzeit wechselte Heynckes sukzessive neun Spieler aus, nur Torhüter Manuel Neuer und Schweinsteiger spielten durch.

Das Interesse an dem von einem Bayern-Sponsor (Audi) als „Football summit“ (Gipfeltreffen) beworbenen Spiel war groß in Indien, wenngleich in das 60.000 Plätze bietende Jawaharlal-Nehru-Stadion nur 32.000 Fans kamen. Die großen englischsprachigen Zeitungen berichteten mit zahlreichen Artikeln - und machten ihre ganz eigenen Beobachtungen. Die Hindustan Times etwa nannte Arjen Robben „besorgniserregend dünn“, Bastian Schweinsteiger fanden die Reporter „deutlich weniger mächtig als im Fernsehen“, und über Franck Ribery war zu lesen, die Erscheinung des Franzosen rege „zu vielen kleinen Witzeleien an“.

Indien, als 162. der Weltrangliste einen Platz hinter Fidschi eingestuft, machte es den Bayern leicht. Mitunter standen sechs „Blaue Tiger“ am eigenen Fünfmeterraum, ohne die anstürmenden Münchner jedoch anzugreifen. „Wenn es 0:3 steht, werden wir Schweinsteiger an der Schulter attackieren“, hatte Bhutia zuvor gescherzt. Tatsächlich spielten er und seine Kollegen völlig körperlos, die Bayern hatten einen gefühlten Ballbesitz von 90 Prozent. Das Publikum bejubelte dennoch jede halbwegs gelungene Aktion ihrer Spieler frenetisch.

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Ein kleine Panne gab es unmittelbar vor dem Spiel: Als der Stadionsprecher die indische Nationalhymne ankündigte, liefen zunächst die ersten Takte des Bayern-Vereinslieds „Stern des Südens“ vom Band.

sid

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