Sieg im Elferkrimi! Bayern fährt nach Berlin

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Mario Gomez (l.) im Zweikampf mit Tony Jantschke.

München - Was für eine Dramatik! Die Bayern setzen sich in Gladbach erst im Elfmeterschießen durch und stehen im Pokalfinale. Manuel Neuer kann den entscheidenden Elfer parieren.

Der FC Bayern München hat sich im Titelendspurt von Angstgegner Borussia Mönchengladbach nicht aufhalten lassen und zum 18. Mal das Endspiel um den DFB-Pokal erreicht. Mit dem 4:2-Halbfinalsieg im Elfmeterschießen gelang dem Rekord-Cupsieger am Mittwoch im ausverkauften Borussia-Park die Revanche für die beiden in der Liga erlittenen Niederlagen gegen die Elf von Lucien Favre.

Nach torlosen 120 Minuten wurden vor 54 049 Zuschauern im Elfmeterschießen die Gladbacher Dante und Havard Nordtveit als Fehlschützen zu tragischen Figuren. Die Münchner treffen nun im Endspiel am 12. Mai im Berliner Olympiastadion auf Borussia Dortmund.

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

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Die Tormaschine der Bayern, die mit 20 Treffern in drei Spielen zuletzt Angst und Schrecken in den Strafräumen verbreitet hatte, kam in einem intensiv geführten Pokalspiel nicht auf Touren. Der konzentriert und aufmerksam agierenden Elf von Lucien Favre gelang es, vor allem Franck Ribéry auf der linken Außenposition weitgehend zu neutralisieren. Damit war dem Angriffsspiel der Gäste trotz ihrer Feldvorteile vieles an Wirkung genommen. Bei ihren Möglichkeiten fehlte es den Münchnern zudem an der nötigen Entschlossenheit.

Die Gladbacher, bei denen Patrick Herrmann nach gerade auskuriertem Schlüsselbeinbruch erst nach einer Stunde eingewechselt wurde, versuchten wie beim 3:1-Sieg im Januar mit überfallartigen Attacken zum Erfolg zu kommen. Im Angriff fehlte dem Pokalsieger von 1995 allerdings die Durchschlagskraft. Marco Reus scheiterte gleich zweimal freistehend vor Nationaltorhüter Manuel Neuer.

dpa

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