Lewandowski: Doppeltes Spiel der Bayern

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Polnischer Knipser in Dortmunder Diensten: Robert Lewandowski

München - Geht da doch was mit dem FC Bayern und Robert Lewandowski? Der BVB-Stürmer will sich alles anhören. Offenbar spielen die Münchner ein doppeltes Spiel.

"Ich spiele beim Meister. Was soll ich bei Bayern?", hatte Robert Lewandowski unlängst gefrotzelt. Der BVB-Goalgetter reagierte damit auf das angebliche Münchner Interesse. Auch Franck Ribéry hatte den Polen öffentlich als Top-Spieler gebauchpinselt. Doch Lewandowski zeigte dem Rekordmeister die kalte Schulter. Bisher.

Denn nun klingt es, als habe der 23-Jährige durchaus ein offenes Ohr für Lockrufe aus München. Lewanowski will zuerst die EM abwarten, stellt er via Sport Bild klar. Und danach? "Alles ist möglich, das ist normal. Wenn ein Top-Angebot kommt, muss man sich immer damit beschäftigen. Auch das ist normal. Wenn Borussia verlängern möchte, dann beschäftige ich mich auch damit. Aber erst, wenn es wo weit ist!"

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Dem Bericht zufolge ist BVB-Sportdirektor Michael Zorc das Münchner Interesse bereits übermittelt worden. Ein Angebot gibt es aber nicht. Noch nicht. "Bis jetzt hat der FC Bayern Lewandowski kein Angebot gemacht", erklärt Karl-Heinz Rummenigge in der Sport Bild, ohne ein Interesse zu dementieren.

Dazu erzählt der Vorstandsboss einen Schwank aus der Vergangenheit. "Ich kann mich noch gut erinnern, wie das mit der großen BVB-Mannschaft in den 90ern war. An Weihnachten waren Profis wie Steffen Freund, Matthias Sammer, Stefan Reuter immer in Kitzbühel. Am 1. Januar hat Franz Beckenbauer die Spieler dann zu einem Essen in der Tenne eingeladen. Und ab dem 2. Januar hatten dann angeblich plötzlich alle Angebote vom FC Bayern. Herr Dr. Niebaum hat darauf die Gehälter sicher nicht nach unten korrigieren können."

Heißt: Bayern spielt ein doppeltes Spiel mit den Stars der Konkurrenz. Sollten sie einem Münchner Angebot erliegen, bekommt der FC Bayern ihre hochwertigen Dienste. Sollte sich ein Wechsel zerschlagen, winkt den Stars eine Gehaltserhöhung beim Konkurrenten und die Spieler liegen den Dortmundern noch schwerer auf dem Portemonnaie. "Die Mannschaft wird in den nächsten Jahren wesetlich teurer werden", sagt Rummenigge über den Konkurrenten - auch aufgrund der Münchner Preistreiberei?

Lewandowski, Mario Götze und Mats Hummels sind also womöglich nicht die letzten aus dem schwarz-gelben Meisterteam, die der rote Lockruf ereilt. Neven Subotic, Sven Bender, Shinji Kagawa - der Fantasie für die kommenden Monate sind kaum Grenzen gesetzt.

al.

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