Entscheidung in Leverkusen

Lewandowski kehrt in Jugendbereich zurück

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Sascha Lewandowski kehrt bei Bayer Leverkusen erwartungsgemäß von der Trainer-Bank in den Jugendbereich zurück. Das gaben die Rheinländer am Mittwoch bekannt.

Leverkusen - Sascha Lewandowski beendet seinen Job als Bayer-Cheftrainer und kehrt in den Nachwuchsfußball zurück. Die Bilanz ist gut: Er und Sami Hyypiä führten die Leverkusener Profis in die Champions League.

Fußballlehrer Sascha Lewandowski und Bayer Leverkusen vollziehen den erwarteten Schnitt: Der Coach beendet seine Tätigkeit beim Champions-League-Starter und übernimmt zur Spielzeit 2013/2014 die neue Funktion als Nachwuchs-Cheftrainer des Bundesligisten - ein Herzenswunsch des 41-Jährigen.

Lewandowski unterzeichnete nach Bayer-Angaben vom Mittwoch einen bis zum 30. Juni 2016 datierten Vertrag. Er hatte die Profis der Werkself gemeinsam mit Teamchef Sami Hyypiä als Tabellendritter direkt in die „Königsklasse“ geführt. Bayer vertraut in der neuen Spielzeit auf ein „starkes Trainerteam um Sami Hyypiä“, wie Sportchef Rudi Völler erläuterte.

„Der Schritt fiel mir nicht leicht, weil ich dafür die gute Zusammenarbeit mit dem Team und die große sportliche Herausforderung Champions League aufgeben muss. Aber andererseits freue ich mich jetzt sehr auf die neue Aufgabe“, sagte Lewandowski. Schon seit längerem hatte er die Rückkehr in den Jugend- und Nachwuchsbereich im Hinterkopf.

„Ich bin froh, dass ich in den zurückliegenden 14 Monaten helfen konnte, nachdem ich die Lizenzmannschaft gemeinsam mit Sami Hyypiä in einer schwierigen Situation übernommen hatte“, wurde Lewandowski in einer Vereinsmitteilung zitiert. Er scheidet im Reinen mit sich aus dem Cheftraineramt: „Wir haben jetzt ein funktionierendes Team, das darüber hinaus noch hohes Entwicklungspotenzial besitzt, und spielen guten und erfolgreichen Fußball.“

Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser betonte, „dass wir mit Sascha Lewandowski gerne in derselben Konstellation weitergearbeitet hätten wie bisher“. Holzhäuser selbst hatte erst am Dienstag überraschend seinen Rücktritt zum 30. September erklärt.

Lewandowski sei, so Holzhäuser, „nach reiflicher Überlegung zu der Erkenntnis gelangt, dass er sich dem Jugendfußball im Leistungsbereich wesentlich näher fühlt“. Dort habe der scheidende Coach bereits in den Jahren zuvor „hervorragende Arbeit abgeliefert“.

Das Vorhaben zielt vor allem darauf ab, dass Lewandowski die Spieler-Durchlässigkeit vom Nachwuchs- in den Profibereich weiter erhöht. „In unserem Jugendkonzept der Förderung und Leistungsoptimierung spielt Sascha Lewandowski eine entscheidende Rolle“, kommentierte Holzhäuser.

Lewandowski hatte nie verhehlt, dass er eine kritische Distanz zum Profifußball hat. So musste ihn Bayer in der Nachfolgelösung für den einstigen Chefcoach Robin Dutt erst davon überzeugen, dass er gemeinsam mit Teamchef Hyypiä die Top-Mannschaft übernimmt.

Völler lobte die Tätigkeit des Duos, als er sagte: „Sascha hat gemeinsam mit Sami Hyypiä unsere Mannschaft auf ein noch höheres Niveau gehoben. Wir haben uns souverän gegen starke Konkurrenz wie zum Beispiel Schalke 04 durchgesetzt. Das ist nicht hoch genug zu bewerten.“

dpa

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