RB Leipzig - Strukturen schon erstklassig   

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RB-Coach Peter Pacult kann dank der Mateschitz-Millionen aus dem Vollen schöpfen.

Leipzig - Was die Traningsbedingungen angeht, ist RB Leipzig schon da, wo es fußballerisch hinkommen will - in der ersten Liga. Doch das soll nur der Anfang gewesen sein.

Die Bagger stehen nicht mehr still. Am Leipziger Cottaweg wächst seit Monaten ein Trainingszentrum, das in der Region seinesgleichen sucht. 30 Millionen Euro hat der Energy-Drink-Milliardär Dietrich Mateschitz investiert, um den Fußballern von RB Leipzig absolut erstklassige Bedingungen zu bieten. Das Problem: Sportlich ist der Klub noch viertklassig - am Freitag im DFB-Pokal-Spiel gegen den VfL Wolfsburg (20.30 Uhr) aber gibt es den ersten Vorgeschmack auf großen Sport.

Drei Rasenfelder und ein Kunstrasenplatz sollen dabei helfen, dass es nicht das einzige Gastspiel eines Bundesligisten bleibt. In drei Wochen soll erstmals der Ball auf dem neuen Luxus-Gelände rollen. „Der erste Bauabschnitt ist bald abgeschlossen. Wir kommen schnell voran“, sagt Projektleiter Andreas Gaber.

650 Rollen feinster Rasen aus den Niederlanden werden ausgebreitet, dazu gibt es eine Bewässerungsanlage, 38 Meter hohe Flutlichtmasten mit fernsehtauglicher Lichtstärke und einen Kunstrasenplatz mit Heizung. Und das soll noch nicht alles gewesen sein.

„Das neue Trainingsgelände wird eine absolute Bombe. Darauf freuen wir uns schon sehr lange. Damit haben wir Bedingungen wie in der Bundesliga. Besser geht es wirklich nicht“, sagt Mittelfeldspieler Timo Rost. Bauleiter Gaber ist kein Mann der Superlative, erklärt aber, das Zentrum entspreche „einem sehr guten Standard“.

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

Gaber hat für Red Bull schon Spielstätten in Salzburg, Ghana und New York hochgezogen, auch das in Leipzig orientiere sich „nur“ an den Bedürfnissen des Vereins. Die Ähnlichkeit des neuen Trainingsgeländes mit dem des englischen Spitzenklubs FC Chelsea zeigt, wie hoch diese sind.

Abgeschlossen wurden bereits Arbeiten für eine große Anlage neben den Spielfeldern. 60 Container bieten Platz für sechs Mannschaften, Trainer- und Schiedsrichter-Bereiche, einen Besprechungs-, einen Kraft- und einen Physiotherapie-Raum. Aber auch das ist nur eine Zwischenlösung. 2013 soll in einem zweiten Bauabschnitt ein Gebäudekomplex mit kleiner Halle, Laufbahn, Büros und Nachwuchs-Internat gebaut werden. „Es gibt noch viel zu tun. Aber wir liegen im Plan, finanziell und was die Baufortschritte angeht“, sagt Gaber.

Der Finanzier Mateschitz macht Tempo, doch sportlich lief es zuletzt noch nicht nach Plan. Der Aufstieg in die 3. Liga wurde verpasst, deshalb kam Peter Pacult. Der frühere Trainer von 1860 München und Rapid Wien will ab dem 7. August, dem Tag des Auftaktspiels gegen den SV Meppen, einen neuen Anlauf nehmen. Die Form für den Aufstieg sollen sich seine Spieler im Luxus-Camp am Cottaweg holen.

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