Abstiegsderby in Sachsen

Lautern will Relegation buchen

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Mit einem Sieg in Regensburg wäre dem 1. FC Kaiserslautern Rang drei nicht mehr zu nehmen.

München - Der 1. FC Kaiserslautern will in Regensburg den Sack zu machen und die Relegation sichern. Im sächsischen Derby zwischen Aue und Dresden geht es um den Klassenerhalt.

Selbst beim Blick auf die zuletzt wenig berauschende Auswärtsbilanz kommen beim 1. FC Kaiserslautern kaum noch Zweifel auf. „Wir fahren jetzt mit viel Selbstvertrauen nach Regensburg. Wir brauchen nur noch einen Sieg für die Relegation“, erklärte Torjäger Mohamadou Idrissou vor dem Auftritt der Pfälzer am Sonntag beim künftigen Drittligisten. Der FCK-Profi blickt schon voller Vorfreude auf das wohl nahende Duell mit dem 16. der Bundesliga. „Wir haben ein Ziel: Aufstieg! Egal wer kommt, wir sind heiß.“

Vier Punkte mehr sowie das klar bessere Torverhältnis sprechen im Vergleich zum fast schon aussichtslos zurückliegenden 1. FC Köln eine deutliche Sprache. Wenn nur nicht diese miese Bilanz in der Fremde wäre! Seit sechs Auswärtspartien ist der Bundesliga-Absteiger ohne Dreier, der letzte Sieg als Gast gelang den Pfälzern vor mehr als drei Monaten. Und wie man sich gehörig blamieren kann, bewies Lautern jüngst beim mageren 1:1 gegen neun Mann bei Erzgebirge Aue.

Doch selbst in Köln glaubt keiner mehr so richtig, dass sich Lautern den Aufstiegsrelegationsplatz noch nehmen lässt. „Der Deckel scheint drauf zu sein“, sagte FC-Coach Holger Stanislawski nach der jüngsten Pleite in Bochum enttäuscht. Und am Sonntag kommt zu allem Überfluss auch noch Hertha BSC: Vor drei Wochen feierten die Berliner bereits die Bundesliga-Rückkehr, nun soll als Zugabe die Meisterschaft her. „Ich würde gerne noch Platz eins in der 2. Liga behalten, so dass wir dann alle zusammen am 19. Mai noch einmal richtig feiern können“, sagte Hertha-Profi Marcel Ndjeng.

Oben scheint alles klar, das Rennen um die Abstiegsrelegation ist dagegen offener denn je. Punktgleich liegen Aue und Dynamo Dresden - und selbst der Tabellen-11. SC Paderborn blickt alles andere als entspannt dem Saisonendspurt entgegen. Am Sonntag trennten sich die Ostwestfalen und Trainer Stephan Schmidt, gegen 1860 München sitzt nun Interimslösung René Müller auf der Bank. Den letzten Schritt zur Rettung nach vier Siegen in Serie unter seinem neuen Coach Peter Neururer will der VfL Bochum beim FSV Frankfurt machen.

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Unten drin hängt auch der FC St. Pauli. Nur drei Punkte Vorsprung haben die Kiez-Kicker auf Platz 16, mit einem Erfolg gegen den künftigen Erstligisten Eintracht Braunschweig soll das Zittern ein Ende haben. Vieles spricht dafür, dass es am Ende auf Platz 16 Dresden oder Aue trifft: Das Team aus dem Erzgebirge hofft im zweiten Spiel unter dem neuen Coach Falko Götz gegen den FC Ingolstadt auf drei Punkte. Dresden steht beim VfR Aalen gehörig unter Druck.

dpa

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