Last-Minute Sieg für Ingolstadt - Cottbus patzt

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Ingolstadt und Sankt Pauli lieferten sich ein spannendes Duell auf Augenhöhe

Ingolstadt - Umjubelter Endspurt in Ingolstadt: Gegen St. Pauli konnten die Bayern in letzter Minute noch drei Punkte einfahren. Energie Cottbus patzt gegen Dynamo Dresden.

Die Mannschaft von Andre Schubert unterlag beim bisherigen Schlusslicht FC Ingolstadt nach einer lange nur mäßigen Leistung mit 0:1 (0:0). Der eingewechselte Ahmed Akaichi sorgte in der 88. Minute nach einem Eckball für das Tor des Tages.

Die Hamburger halten dennoch weiterhin Kontakt zu den direkten Aufstiegsplätzen. Für Ingolstadt gab es nach neun Spielen ohne Sieg endlich wieder einen Erfolg, belohnt mit dem Sprung auf den Relegationsplatz. Im vierten Spiel unter dem neuen Coach Tomas Oral gelang zudem erstmals ein Treffer.

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St. Pauli enttäuschte vor allem in der ersten Halbzeit. Vor 8. 754 Zuschauern spielte Ingolstadt nicht wie ein Abstiegskandidat und Pauli durfte froh sein, nicht zurückzuliegen. Sowohl Andreas Buchner (12., 25.) als auch Stefan Leitl (19.) und Marvin Matip (24. ) hätten die Oberbayern in Führung bringen können. Besonders Leitls Chance war eine aus der Kategorie der Einhundertprozentigen. Völlig freistehend schoss der FCI-Kapitän Pauli-Torhüter Philipp Tschauner an. Bei Matips Kopfball klärte Deniz Naki auf der Linie.

Auch nach der Pause war Ingolstadt zunächst die bessere Mannschaft, obwohl die großen Gelegenheiten nun fehlten. Pauli zeigte kaum einmal die Qualitäten eines Aufstiegskandidaten. Nach gut einer Stunde zog Marius Ebbers (64.) zumindest einmal gefährlich ab. Danach steigerte sich die Schubert-Elf, ohne aber zu überzeugen.

Bei Ingolstadt gefiel Leitl, der die Ingolstädter Angriffe immer wieder geschickt einleitete. Auch Buchner, der in der 73. Minute noch eine Möglichkeit verpasste, sorgte auf der linken Offensivseite für Schwung. Die Hamburger hatten in Tschauner, der am Gegentreffer schuldlos war, einen starken Rückhalt. Markus Thorandt, der gerade seinen Vertrag bis 2014 verlängert hat, überzeugte im Defensivzentrum.

Aachen verspielt Führung gegen Aue

Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga hat Alemannia Aachen wichtige Punkte liegen gelassen. Am Sonntag kam die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und hat nur einen Punkt Vorsprung auf den Tabellen-16. Den Führungstreffer der Hausherren vor 14 378 Zuschauern durch Benjamin Auer (49. Minute) glich Thomas Kempe (64.) gleich mit der ersten nennenswerten Torchance der Gäste aus.

Lange Zeit war es eine an Höhepunkten arme Partie, in der die Aachener das stärkere Team waren. Doch gegen die diesmal sicher stehende Vierer-Abwehrkette der Gäste, die in der Vorwoche beim VfL Bochum noch sechs Gegentreffer hinnehmen musste, kam Aachen durch Auers Kopfball (17.) und seinem Distanzschuss (88.) nur zu wenigen Möglichkeiten.

Aber einmal konnte sich der Stürmer doch durchsetzen, erzielte kurz nach der Pause sein viertes Saisontor. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn Kempe markierte wenig später den Ausgleich. Und Guido Kocer, dessen Kopfball Aachens Kim Falkenberg erst kurz vor der Linie klären konnte, hätte beinahe noch das Siegtor für Aue erzielt.

Dresden siegt im Ostderby

Dank Angreifer Mickael Pote hat Dynamo Dresden seine Schwächephase in der zweiten Fußball-Liga beendet. Der Stürmer aus Benin erzielte am Sonntag beim 2:1-Erfolg (0:0) im Ostduell gegen Energie Cottbus beide Dresdener Treffer (50. Minute/86.) und sorgte so für einen Befreiungsschlag nach zuletzt vier sieglosen Spielen. Dimitar Rangelov (56) traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Für die Cottbuser war es im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Claus-Dieter Wollitz die vierte Niederlage in Folge.

Energie-Interimscoach Markus Feldhoff musste auf vier Stammspieler verzichten, unter anderem auf Torwart Thorsten Kirschbaum (Muskelfaserriss). Dynamo-Trainer Ralf Loose stellte seine Elf nach dem 2:2 gegen den FSV Frankfurt ebenfalls auf vier Positionen um.

Der ersten Halbzeit fehlten vor 28.315 Zuschauern die spielerischen Höhepunkte gänzlich. Dynamo war dem Führungstreffer näher, aber Marcel Heller (4.) und Giannis Papadopoulos (26.) köpften leichtfertig über die Latte und am kurzen Pfosten vorbei. Cottbus hatte bis auf einen Flachschuss von Christian Müller (45.) nichts zu bieten.

Der dritte Kopfballversuch aber saß: Fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf Pote, nachdem bei Papadopoulos zuvor die Latte im Weg gewesen war. Nun wachte auch Cottbus auf und stellte durch Rangelov wieder auf remis. Vier Minuten vor dem Ende fand Mittelfeldspieler David Solga mit einem Traumpass erneut Pote, der zwar zunächst an Cottbus-Keeper Rene Renno scheiterte, im Nachsetzen aber für die Entscheidung sorgte.

Erstmals seit Monaten brannte im Dynamo-Fanblock vor dem Anpfiff wieder Pyrotechnik. Geschäftsführer Volker Oppitz, der in der Pause den Fans für die Unterstützung im Aufstiegsjahr 2011 gedankt hatte, verurteilte die Chaoten unter Beifall: “Diese Leute schaden dem Verein unglaublich.“ Die Täter allerdings hatten ihre Fackeln zuvor von Polizei und Ordnungsdienst ungehindert abbrennen können.

dpa/dapd/SID

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