Lässt Löw reihenweise Stars daheim?

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Die USA-Reise könnte ohne Bastian Schweinsteiger (r.) & Co. stattfinden

Düsseldorf - Die deutsche Nationalmannschaft wird ihre USA-Reise mit den Spielen gegen Ecuador (29. Mai in Miami) und die USA (2. Juni in Washington) möglicherweise ohne die Stars von Bayern und Dortmund bestreiten.

 „Eventuell verzichten wir auf Spieler, die im Pokalfinale oder dem Champions-League-Finale stehen und möglicherweise auch auf die Spieler aus den ausländischen Ligen“, sagte Joachim Löw am Montag in Düsseldorf.

Der Bundestrainer erklärte nach der Tagung mit den Fußballlehrern der ersten Liga, dass es ihm wichtig gewesen wäre, im Juni einen Termin zu haben, aber kein Qualifikations-Spiel, „auch mit dem Risiko, dass dann einige Spieler fehlen. Viele von ihnen hatten in den vergangenen Jahren immer kurze Pausen und stark verkürzte Vorbereitungen. Das war nicht ideal. Deshalb war es mir wichtig, dass sie dieses Mal vier Wochen Urlaub und sechs Wochen Vorbereitung gewährleistet haben. Das bringt die Basis für ein ganzes Jahr und ein Turnier im Anschluss. Deshalb habe ich schon im Sommer dem Verband deutlich gemacht, dass ich im Zwischenjahr keine Qualifikationsspiele im Juni will“.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp begrüßte dies natürlich. „Es ist die richtige, aber auch eine wichtige Entscheidung“, sagte der BVB-Coach: „Wir sind alle immer schnell dabei, von den Jungs Dinge zu fordern. Aber sie müssen auch Zeit haben, sich zu regenieren. Deshalb bin ich dem Bundestrainer sehr dankbar, dass er den Spielern diese Zeit geben will.“

Löw hat U21-Coach Rainer Adrion zudem volle Unterstützung für die EM in Israel zugesagt und wird bis auf Weiteres deshalb keine Kandidaten aus dem Junioren-Team in die A-Elf hochziehen. „Wir werden das Hauptaugenmerk auf die U21 legen und keine Spieler nominieren, die das Gerüst bilden, wie zum Beispiel Lewis Holtby, Sebastian Rode oder Sebastian Jung“, sagte Löw am Montag in Düsseldorf: „2009 haben mit Manuel Neuer, Mesut Özil, Mats Hummels oder Benedikt Höwedes davon sehr profitiert, deshalb haben wir damit gute Erfahrungen gemacht.“ Vor vier Jahren in Schweden hatte die deutsche U21 mit vielen Stammkräften des heutigen A-Teams erstmals den EM-Titel gewonnen.

sid

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