Bundestrainer macht Reservisten Mut

Kroos' leise Klage: Löw bleibt gelassen

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Toni Kroos

Lwiw - Joachim Löw hat gelassen auf die moderate Beschwerde von Nationalspieler Toni Kroos über seine bisherige Reservistenrolle bei der Fußball-EM reagiert.

„Ich weiß nicht, ob das ein Motzen ist. Er hat gesagt, er ist unzufrieden, dass er nicht spielt“, sagte der Bundestrainer am Samstag in Lwiw vor dem letzten Gruppenspiel gegen Dänemark über das Kroos-Interview mit der tz: „Ich halte das für völlig normal. Ich will das nicht überbewerten, ich bin da nicht überempfindlich.“

Löw zeigte vielmehr Verständnis, dass der bislang zweimal eingewechselte Kroos mehr Einsatzzeiten wünscht. „Dass er mit seiner Klasse wie einige andere auch, wie Reus, Schürrle, Mertesacker und Klose, die ja alle in ihren Vereinen Stammspieler sind, mit der Situation nicht zufrieden ist, ist auch klar.“ Wenn ein Spieler „sagen würde, für mich ist alles okay, würde ja was nicht stimmen“.

Löw bescheinigte den Reservisten, dass sie sich im Training „unheimlich reinhängen“ würden. „Es verhalten sich alle absolut korrekt. Das eine oder andere falsche Wort will ich nicht an die große Glocke hängen.“ Der Bundestrainer machte Kroos und Co. Mut für das weitere Turnier: „Ich sehe einen Drang zu spielen. Wir haben eine sehr gute Bank. Es wird noch einiges passieren, wenn wir weiterkommen sollten. Und dann werden wir alle Spieler noch brauchen.“ Gegen Dänemark plant er jedoch bis auf den gesperrten Jérome Boateng mit der Elf, die gegen Portugal (1:0) und die Niederlande (2:1) gewonnen hat.

dpa

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