Halbes Jahr Pause - und WM-Aus?

Kreuzbandriss bei Khedira

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Sami Khedira (r.) verletzte sich im Länderspiel

Mailand - Bittere Diagnose: Nationalspieler Sami Khedira hat am Freitag im Länderspiel in Mailand gegen Italien einen Riss des vorderen Kreuzbandes und einen Innenbandriss im rechten Knie erlitten.

Als Sami Khedira weit um Mitternacht ins noble Mannschaftshotel Principe di Savoia zurückkehrte, musste er von Helfern gestützt werden. Seine rechtes Knie war dick verbunden und musste gekühlt werden. Die Bilder sprachen für sich. Noch ehe der 26-Jährige Bundestrainer Joachim Löw die fürchterliche Diagnose der Kernspintomografie in einer Mailänder Klinik mitteilte, fuhr dem 53-Jährigen und seinem Trainerstab ein Schock in die Glieder. Die zuvor gute Stimmung bei der kleinen Feier zum 100. Länderspiel von Löw als Chefcoach war passe.

Denn Khedira hat beim 1:1 der DFB-Auswahl am Freitagabend in Mailand gegen Angstgegner Italien einen Innenbandriss und Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie erlitten und muss mit einem halben Jahr Pause rechnen. Damit droht der Mittelfeldspieler von Real Madrid auch für die WM-Endrunde im kommenden Sommer in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli 2014) auszufallen.

„Sami muss operativ behandelt werden, wir haben die Hoffnung, dass er zu Beginn der WM wieder gesund ist“, sagte Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der Khedira und Bundestrainer Löw immerhin etwas Hoffnung machte.

Löw sagte zu schweren Verletzung eines seiner Leistungs- und Hoffnungsträger für die WM: „Das ist ein bitterer Rückschlag für Sami und uns alle. Er ist auf und neben dem Platz eine ganz große Kämpfernatur und Persönlichkeit. Er denkt immer positiv. Das wird ihm helfen, und daher bin ich auch optimistisch, dass er rechtzeitig bis zum Anpfiff der WM in Brasilien wieder fit wird. Wir wünschen ihm alles Gute und drücken ihm die Daumen, dass die Operation gut verläuft und er schnell in die Reha einsteigen kann.“

Khedira war nach einem Zweikampf mit Andrea Pirlo liegengeblieben und minutenlang mit schmerzverzerrtem Gesicht an der Außenlinie behandelt worden. In der 67. Minute wurde er nach einer zuvor hervorragenden Leistung gegen den Dortmunder Sven Bender ausgewechselt. Anschließend wurde er in ein Mailänder Krankenhaus zur Kernspin-Untersuchung gebracht, wo sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten.

„Das ist ganz bitter. Sami ist eine Konstante in unserem Spiel“, sagte Kapitän Philipp Lahm. Teammanager Oliver Bierhoff wusste bereits vor der endgültigen Diagnose, dass es den früheren Stuttgarter in dessen 44. Länderspiel schwer erwischt hat: „Das sieht nicht gut aus, ich befürchte eine längere Pause.“

sid

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