Krebs: Ex-Nationalspieler Konietzka wählt den Freitod

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Hat seinem Leben freiwillig ein Ende gesetzt: Ex-Mationalspieler Timo Konietzka (73).

Brunnen  - Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Timo Konietzka hat seine Ankündigung wahr gemacht und sein Leben selbst beendet.

Der erste Torschütze der Fußball-Bundesliga, der unheilbar an Gallen-Krebs erkrankt war, trank am Montagabend in seiner Schweizer Wahlheimat Brunnen einen Gift-Cocktail und starb im Alter von 73 Jahren. Seine Ehefrau Claudia sagte der Bild-Zeitung: „Timo hat entschieden, zu sterben.“

Konietzka hatte im März 2011 in einem Gespräch mit dem SID angekündigt, aktive Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. „Ich will kein Pflegefall werden, angeschlossen und künstlich am Leben erhalten, natürlich nicht. Das will ich mir ersparen“, hatte der Stürmer erklärt, nachdem eine Operation keinen Erfolg gebracht hatte. Der Tumor war zuvor im Februar diagnostiziert worden.

Claudia Konietzka zu Bild: „Am letzten Dienstag durfte ich Timo aus dem Spital nach Hause nehmen. Die letzten Tage waren ganz, ganz schön. Timo konnte nochmals seine kleinen Enkel sehen. Er hat auch noch ein Bier getrunken.“

Die Rekordspieler der Bundesliga

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In der Todesanzeige des früheren Meisterspielers von Borussia Dortmund und 1860 München heißt es: „Ich möchte mich ganz herzlich bei Exit (Sterbehilfeorganisation, d. Red.) bedanken, die mich am Montagnachmittag von meinen Qualen erlöst und auf dem schweren Weg begleitet haben.“

Timo Konietzka ist vor 44 Jahren in die Schweiz ausgewandert. Am Vierwaldstätter See führte er gemeinsam mit seiner Ehefrau ein Hotel. Berühmt wurde er am 24. August 1963 als Schütze des ersten Bundesliga-Tores für Borussia Dortmund gegen Werder Bremen in der ersten Minute. Bis heute ist von diesem Moment keine Film- oder Fotoaufnahme aufgetaucht.

Nach Meistertiteln mit dem BVB (1964) und 1860 München (1966) sowie neun Länderspielen beendete er 1971 beim FC Winterthur seine Spielerkarriere. Als Trainer holte er viermal die Schweizer Meisterschaft und schaffte es mit dem FC Zürich 1977 ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister.

sid

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