Diskussion in der Bundesliga

Grüne Karte im Fußball? Lahm zeigt sich offen

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Ein Hockey-Schiedsrichter zeigt die Grüne Karte - wäre das auch ein Modell für den Fußball?

München - Gelb, Gelb-Rot und bald Grün? Die Bundesliga diskutiert über die Einführung einer neuen Karte. Auch Philipp Lahm zeigt sich offen.

Ist die Schwelle zwischen den Verwarnungen und den Platzverweisen zu groß? Auch als Folge für den Platzverweis für Szabolcs Huszti, der wegen seines Jubels mit Gelb-Rot vom Feld flog, ist eine Diskussion neu entfacht: Wäre die Einführung einer Grünen Karte sinnvoll? Diese hätte eine Zeitstrafe für den Sünder zur Folge.

Zu den deutlichsten Befürwortern zählt Wolfsburg-Coach Felix Magath. Die Grüne Karte "soll eine Bestrafung signalisieren, jedoch nicht den Ausschluss vom Spiel", fordert er laut Bild. Auch Hannover-Boss Martin Kind und Werder-Coach Thomas Schaaf gefällt die Idee. Philipp Lahm zeigt sich zumindest offen. "Über eine Zeitsperre kann man sicherlich diskutieren", so der Bayern-Kapitän. "Aber man muss auch sagen: Die Spieler wissen Bescheid. Ich weiß, dass ich eine Gelbe Karte kriege, wenn ich mein Trikot ausziehe. Und eine Gelbe Karte kriege, wenn ich am Zaun hochklettere."

So bleiben viele Fragen offen. Würden Fans die Regeländerung akzeptieren? Würde sie nicht nur neue Verwirrung stiften? Wann müsste die Strafe abgebrummt werden, wenn sie kurz vor Schluss verfügt wird? Schließlich sah Huszti etwa sein Gelb-Rot erst nah am Abpfiff. Zeitstrafen gibt es beispielsweise im Handball und im Hockey. Dort verfallen sie, wenn sie kurz vor Schluss verhängt werden.

Mittelfeldspieler Huszti hatte vorigen Samstag nach seinem Siegtor zum 3:2 gegen Werder Bremen zunächst sein Trikot ausgezogen und war danach auf den Zaum geklettert. Dafür sah er in der Nachspielzeit die Gelb-Rote-Karte. Einen Einspruch gegen die Sperre für das nächste Sonntag-Spiel bei 1899 Hoffenheim hatte das DFB-Sportgericht am Dienstag abgewiesen.

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al./sid

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