"Komische Paarungen" im DFB-Pokal

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Fredi Bobic: "Das sind diesmal schon komische Paarungen"

Hamburg - Bundesligisten im Losglück: Zum Auftakt schwer gebeutelt, stehen die deutschen Top-Klubs in der zweiten Runde des DFB-Pokals überwiegend vor leichteren Aufgaben.

Glücksfee Sophia Thomalla hatte kein glückliches Händchen für Außenseiter. Wenig deutet nach der Auslosung der zweiten DFB-Pokalrunde durch die Schauspielerin darauf hin, dass sich das massenhaften Favoritensterben der Auftaktrunde mit sechs gescheiterten Bundesligisten am 30. und 31. Oktober wiederholen wird.

Allein achtmal kommt es zu Duellen zwischen Liga eins und Liga zwei, doch nur Meister Borussia Dortmund und der SC Freiburg müssen beim VfR Aalen bzw. Eintracht Braunschweig auswärts antreten. Zu Drittligisten reisen Bayer Leverkusen (Arminia Bielefeld) und der FC Augsburg (Preußen Münster).

„Das sind diesmal schon komische Paarungen“, sagte Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic. Angesichts der vielen Überraschungen in Runde eins nahm VfB-Trainer Bruno Labbadia selbst gegen den schwach gestarteten Zweitligisten FC St. Pauli den Vorteil, im heimischen Stadion antreten zu dürfen, erleichtert zur Kenntnis: „Vor allem das Heimspiel war mir wichtig.“

Zufriedenheit auch bei Fortuna Düsseldorf, nicht nur wegen des gelungenen Bundesliga-Stars. Das Nachbarschafts-Duell mit Borussia Mönchengladbach dürfte nicht nur zum lukrativen Fernsehspiel geadelt werden, anders als in der Liga am Samstag gilt im Pokal der Teilausschluss der Fans mit maximal 30.000 zugelassenen Zuschauern in der Heim-Arena nicht. Somit darf mit einem ausverkauften Haus und 54.600 Besuchern gerechnet werden. Fortuna-Vorstand Paul Jäger: „Da hat es jemand oben im Himmel sehr gut mit uns gemeint.“

Bei einem Hauptstadt-Gastspiel des deutschen Rekordmeisters Bayern München hätten die Regionalliga-Amateure des Berliner AK 07 mit ähnlich viel Zuschauern erwarten dürfen. Doch nach dem 4: 0-Sensationssieg gegen 1899 Hoffenheim kommt diesmal „nur“ Zweitligist 1860 München an die Spree. „Mist, das falsche München“, entfuhr es Trainer Jens Härtel.

Aber es bleibt die Hoffnung, nach dem letztjährigen Vorbild von Holstein Kiel erneut für eine sportliche Überraschung zu sorgen. So sieht man es auch beim TSV Havelse, der nach seinem Pokal-Coup gegen den 1. FC Nürnberg (3:2 nach Verlängerung) nun den VfL Bochum, Ligarivale der Münchner Löwen, in Garbsen vor den Toren Hannovers erwartet. „Das ist es schönes Los für uns“, sagte Havelses Mittelfeldspieler Patrick Posipal, Enkel des 54er-Weltmeisters Jupp Posipal.

sid

So sexy sind die Thomallas

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