DFB-Pokal: Die Spiele am Mittwoch

Köstner kämpft um Job - Rhein-Klubs im Duell

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Lorenz-Günther Köstner

München - Im DFB-Pokal will Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner weiter Argumente für seine Weiterbeschäftigung sammeln. Zwei Rhein-Klubs treffen aufeinander: die Vorschau auf die Mittwochsspiele.

Respekt statt Spott, Konstanz statt Rotation: Mit markigen Worten und einer Abkehr vom System Felix Magath kämpft Lorenz-Günther Köstner um seinen Job beim Bundesligisten VfL Wolfsburg. Erstmals in dieser Saison wird beim DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt (20.30 Uhr/Sky) zweimal in Folge die gleiche Wolfsburger Startelf auflaufen. Der zweite Sieg im zweiten Spiel wäre das beste Argument für einen längeren Verbleib des Interimstrainers.

DFB-Pokal-Sensationen seit 1990

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Jupp Heynckes geht beim Rekordmeister Bayern München im Klassiker gegen den 1. FC Kaiserslautern (20.30 Uhr/Sky) den entgegengesetzten Weg: Beim Spitzenreiter soll vor allem die „zweite Garde“ den befürchteten „Novemberblues“ verhindern. Und auch Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach (20.30/ZDF und Sky) wollen mit einem Sieg im rheinischen Derby triste Herbststimmung vermeiden.

„Vor Jahren hat man den VfL noch respektiert und aus sportlichen Gründen Angst gehabt, hierher zu fahren. In letzter Zeit hat man über Wolfsburg nur noch gespottet, die hätten da Millionen verbrannt“, sagte Köstner vor seiner zweiten Begegnung als Magath-Nachfolger: „Man soll wieder mit Respekt vom VfL reden.“ Es klang fast wie eine Wahlkampfrede in eigener Sache - auch wenn er selbstverständlich auch betonte: „Ich fordere nichts.“

Schon nach dem 4:1 bei Fortuna Düsseldorf hatte der 60-Jährige seine Bereitschaft erklärt, längerfristig wieder in der Bundesliga arbeiten zu wollen. Gegen Frankfurt will er weitere Pluspunkte für eine Weiterbeschäftigung sammeln. Zweimal in Folge die gleiche Startformation ist dabei ein unter Magath zuletzt nicht für möglich gehaltener Ansatz.

Der deutsche Rekordmeister und souveräne Tabellenführer aus München will gegen den 1. FC Kaiserslautern von seinem vor der Saison für etliche Millionen verstärkten Kader profitieren. Rotation heißt die Wahl der Waffen bei Jupp Heynckes. So könnten Rafinha, Anatoli Timoschtschuk, Claudio Pizarro, Xherdan Shaqiri und auch Rekordtransfer Xavi Martinez in der Startaufstellung stehen.

„Die haben nichts zu verlieren, wir alles“, sagte der wiedergenesene Arjen Robben. Verlieren könnten die Bayern nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen vor allem die Ruhe im Umfeld. Bei einem Aus gegen einen Zweitligisten und dem ersten verspielten Titel dürfte trotz souveräner Tabellenführung das Krisengerede einsetzen. Und die Angst vor einem „Novemberblues“ wie im Vorjahr umgehen. Damals setzte es in nur einem Monat Niederlagen gegen Hannover, Dortmund und Mainz.

Die zuletzt triste Stimmung will Fortuna Düsseldorf ausgerechnet gegen den rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach vertreiben. „Die letzten Niederlagen tun weh“, sagte Fortuna-Coach Norbert Meier, der wie Andreas Lambertz, Tobias Levels, Nando Rafael, Andrej Woronin und Johannes van den Bergh einst das Trikot mit der Raute trug. Auch Manager Wolf Werner war schon bei den Fohlen tätig.

Zuletzt gab es allerdings für die Fortunen drei Niederlagen mit zehn Gegentoren, von Platz 5 ist der Aufsteiger auf Rang 13 abgestürzt. Die Aufstiegseuphorie ist mittlerweile verfolgen. Ein Erfolg gegen die zuletzt wiedererstarkten Gladbacher könnte in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt aber wieder positive Emotionen entfachen.

sid

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