Köln will Pezzoni verklagen

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Offenbar will der FC Köln nun juristische Schritte gegen seinen ehemaligen Spieler Kevin Pezzoni erheben

Köln - Im Streit zwischen Fußball-Zweitligist 1. FC Köln und seinem ehemaligen Spieler Kevin Pezzoni will der Verein nun auch juristische Mittel anwenden.

„Unsere Rechtsabteilung wird dem Rechtsanwalt von Kevin Pezzoni in einem Schreiben auf unzutreffende Aussagen im Interview hinweisen sowie auf die Bestimmungen des Aufhebungsvertrages, insbesondere die Wohlverhaltensklausel“, teilte FC-Sprecher Gerd Koslowski am Montag mit.

Pezzonis Anwalt Tom Erdt (Frankfurt/Main) wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa den Vorgang mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren. Erdt wollte auch nicht sagen, ob das vom FC angekündigte Schreiben bereits eingetroffen ist.

Zwischen Pezzoni und dem 1. FC Köln hatte sich wegen eines Interviews in der „Welt am Sonntag“ ein Zwist entwickelt. Der Spieler hatte der Darstellung des Bundesligaabsteigers widersprochen, der laufende Kontrakt sei auf Bitten Pezzonis gelöst worden.

Der Profi war von mutmaßlichen Hooligans in seinem häuslichen Umfeld und via Facebook bedroht und wohl auch beleidigt worden. In der vergangenen Woche hatte Pezzoni deswegen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Köln erstattet.

Der 1. FC Köln hielt am Montag fest, dass in der Sache „alles ausführlich gesagt“ sei. „Deswegen gibt es keine weiteren Kommentare von unserer Seite“, hieß es. Vereinspräsident Werner Spinner hatte schon am Sonntag wissen lassen, dass „die Akte Pezzoni für den FC geschlossen ist“.

dpa

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