Poldi als Edelfan auf der Tribüne

Köln nur Remis gegen Dynamo

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Idir Ouali (l) und Kölns Sascha Bigalke kämpfen um den Ball. Die Mannschaften trennten sich 1:1-Unentschieden.

Köln - Anthony Ujah hat Zweitligist 1. FC Köln vor den Augen von Edelfan Lukas Podolski vor einer weiteren Heimpleite bewahrt. Dresdens Knisper Pote brachte Dynamo in Führung.

Die Leihgabe vom FSV Mainz traf in der 77. Minute zum 1:1 (0:1)-Endstand gegen Dynamo Dresden. Bundesliga-Absteiger Köln, der zuvor zwei Mal in Folge gewonnen hatte, belegt damit nach dem neunten Spieltag den 13. Rang. Die Dresdener, für die Mikael Pote die Führung erzielt hatte (31.), rangieren punktgleich auf Platz zehn.

„Nach dem unglücklichen 0:1 mussten wir uns in der Pause sammeln, dann aber haben wir druckvoller gespielt. Wenn ich mir unsere Chancen anschaue, sind das zwei verlorene Punkte“, sagte Kölns Abwehrspieler Christian Eichner. Dynamo-Trainer Ralf Loose konnte dagegen mit dem Remis gut leben: „Insgesamt sind wir hochzufrieden mit dem Punkt, auch wenn wir nach dem 1:0 auf mehr gehofft haben. Das 1:1 war aber verdient.“

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Podolski, der im Sommer aus dem Rheinland zum FC Arsenal gewechselt war, verfolgte das Spiel von der Tribüne aus und reiste danach zur Nationalmannschaft. Den ersten Jubel im Stadion gab es bereits eine Viertelstunde vor dem Anpfiff, als „der Prinz“ auf der Videoleinwand gezeigt wurde. Es sollte für lange Zeit der letzte der Kölner Anhänger unter den 41.800 Zuschauern gewesen sein.

In einem intensiven Spiel waren die Gastgeber die allermeiste Zeit im Ballbesitz, agierten aber viel zu umständlich und rannten sich immer wieder in der kompakten Dresdener Deckung fest. Dieser genügte ordentliches Handwerk, um die einfallslosen Kölner Angriffe zu blocken. Die einzige Gelegenheit vergaben Anthony Ujah und Sascha Bigalke kläglich (20.).

Zur ersten eigenen Chance kamen die bis dahin harmlosen Gäste durch ein Geschenk - und das nutzten sie gleich eiskalt. Nach einem Missverständnis zwischen Christian Eichner und Bigalke nahm Dynamo-Kapitän Robert Koch den Ball auf, bediente Pote, der schüttelte im Stile eines Strafraumstürmers Dominic Maroh ab und ließ FC-Keeper Timo Horn keine Chance. Der FC fiel bis zur Pause in eine Art Schockstarre, Dynamo hatte zweimal durch Idir Ouali die Chance zum zweiten Tor (33./38.).

Nach dem Wechsel war der Wille den Kölnern weiter deutlich anzumerken, es fehlte zunächst das Können. Thomas Bröker scheiterte an Dynamo-Schlussmann Benjamin Kirsten (46.), der bis zu seinem sehenswerten Kopfballtor zum Ausgleich unglückliche Ujah trat in guter Position ein Luftloch (53.). Das 1:1 bereitete Miso Brecko mit einer Maßflanke vor. Insgesamt machte der FC zu wenig aus seiner Überlegenheit: Allein nach der Pause verzeichneten die Kölner 17:1 Torschüsse.

Beste Spieler beim FC waren Tobias Strobl und Adil Chihi. Aus einer soliden Dresdener Elf ragten Anthony Losilla und der stets gefährliche Pote heraus.

Das Spiel im Stenogramm

Köln: Horn - Brecko, Maroh, Wimmer, Eichner - Strobl (71. Jajalo) - Lehmann - Chihi, Bigalke (56. Clemens) - Ujah, Bröker (88. Royer).

Trainer: Stanislawski

Dresden: Kirsten - Cheikh Gueye, Bregerie, Savic, Schuppan - Losilla, Fiel - Koch, Trojan (73. Kitambala), Ouali (63. Jänicke) - Pote (90. Sliskovic). 

Trainer: Loose

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Tore: 0:1 Pote (31.), 1:1 Ujah (77.)

Zuschauer: 41.800

SID

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