Binde weg! Poldi ist nicht mehr Kölns Kapitän

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Auch im Test gegen den FC Arsenal trug Lukas Podolski (l.) keine Kapitänsbinde.

Köln - Die Kapitäns-Frage sorgt beim 1. FC Köln weiter für Zündstoff: Der neue Trainer hat sich gegen Lukas Podolski und für einen Abwehrspieler entschieden. Zudem verletzte sich Torhüter Michael Rensing.

Der Prinz ist entmachtet: Publikumsliebling Lukas Podolski muss sein Kapitäns-Amt beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln abgeben. Der Nationalspieler wurde laut eines Berichts des Fachmagazins kicker bereits am vergangenen Donnerstag vom neuen Trainer Stale Solbakken abgesetzt. Nachfolger Podolskis wird demnach Innenverteidiger Pedro Geromel.

Podolski war erst im Winter vom damaligen FC-Trainer Frank Schaefer zum Kapitän ernannt worden. Der 26-Jährige hatte zuletzt stets betont, er werde nicht freiwillig als Spielführer abtreten.

Die „K-Frage“ ist damit beantwortet, doch nun stellt sich beim FC die „T-Frage“. Bei der 1:2 (1:2)-Niederlage der Kölner im Härtetest vor heimischen Publikum gegen den englischen Topklub FC Arsenal verletzte sich Stammtorhüter Michael Rensing und fällt für den Auftakt in DFB-Pokal und Meisterschaft aus.

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Rensing hatte dabei noch Glück im Unglück. Der 27-Jährige prallte in der 16. Minute beim zweiten Gegentreffer mit Torschütze Gervinho zusammen und musste vom Feld. Eine Kernspintomographie schloss aber die befüchtete schwere Knieverletzung aus. „Zum Glück ist nichts gerissen“, sagte Rensing dem Express. Mit schwerer Knieprellung und einer Zerrung des linken Innenbandes fällt Rensing mindestens zwei Wochen aus und fehlt damit am kommenden Sonntag im Pokal beim SC Wiedenbrück sowie eine Woche später in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg.

Als Ersatz stehen Solbakken der Kroate Miro Varvodic sowie die für die zweite Mannschaft eingeplanten Daniel Schwabke und Timo Horn zur Verfügung. Gegen Arsenal kam Varvodic ins Spiel und machte seine Sache ordentlich.

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Vor 41.450 Zuschauern sorgte Kölns neuer Coach derweil für neuen Zündstoff und einige Verwirrung - er ließ Sascha Riether als Spielführer auflaufen. Der Brasilianer Geromel stand ebenso wie der von den Fans mit Sprechchören gefeierte Podolski in der Startformation.

Gegen Arsenal zog sich Köln achtbar aus Affäre, wurde aber in der ersten halben Stunde von den ohne den vom FC Barcelona umworbenen Kapitän Cesc Fabregas angetretenen Engländern an die Wand gespielt. Der für zwölf Millionen Euro vom OSC Lille verpflichtete Ivorer Gervinho sorgte mit einem Doppelpack (7./16.) für ein frühes 2:0. Köln kam kurz vor der Pause durch ein Eigentor von Carl Jenkinson (45+1.) zum Anschlusstreffer.

sid

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