Klose: Das ist ein Geschenk für Löw

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Jogi Löw (l.) klatscht mit Miro Klose ab

Danzig  - Für Miroslav Klose ist der Konkurrenzkampf zwischen ihm und Mario Gomez im deutschen Sturm ein Segen. Für die Bank fühlt sich der Routinier noch nicht reif.

„Letztlich hat der Trainer die Wahl zwischen zwei Topstürmern. Das ist ein Geschenk für ihn und unser Team“, sagte Klose in einem Interview mit dem Fachmagazin kicker. Der 34-Jährige, der beim 4:2 im Viertelfinale gegen Griechenland erstmals beim EM-Turnier in der Startformation der DFB-Auswahl stand und sich in diesem Spiel auch als Torschütze auszeichnen konnte, ist sich aber keinesfalls sicher, dass er auch am Donnerstag im Halbfinale gegen Italien in Warschau (20.45 Uhr/ARD) wieder von Beginn an spielt.

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„Das tägliche Training tat mir gut, ich habe mich voll reingehängt. Ich bin zu 100 Prozent fit und bereit, ich habe Lust. Alles Weitere entscheidet der Trainer“, sagte der Italien-Legionär von Lazio Rom, der gegen seine Kollegen aus der Serie A natürlich besonders gerne spielen würde. Den Zweikampf mit seinem ehemaligen Münchner Vereinskollegen Mario Gomez, der in der Vorrunde dreimal getroffen hat, sieht er sportlich fair. Es sei normal, dass der Ehrgeiz groß sei und jeder spielen wolle. Mit der Rolle als Ersatzspieler wolle er sich aber dennoch nicht anfreuden.

„Ich bin noch kein Mann für das zweite Glied. Ich bin gesund, fühle mich fit, kann in der Schnelligkeit und im Kombinationsspiel mithalten. Dies weiterhin umzusetzen, ist mein Auftrag und Ziel für die nahe Zukunft“, sagte der WM-Torschützenkönig von 2006, der zudem sein Vertrauensverhältnis zu Joachim Löw betonte: „Der Trainer und ich haben einige Gespräche geführt, wir tauschen offen unsere Meinungen aus. Ich stelle mein Ego keinesfalls über die Mannschaft. Das habe ich nie getan und werde es auch weiterhin nicht tun.“

sid

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