Klopp sieht den BVB in neuer Rolle

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Jürgen Klopp

Dortmund - Vom Gejagten zum Jäger: Doch Jürgen Klopp reagiert mit demonstrativer Gelassenheit auf die Frage nach dem Titelrennen. Er sieht den BVB in neuer Rolle.

„Die Rolle von Borussia Dortmund hat sich verändert. Wir empfinden uns nicht als Außenseiter in der Bundesliga, sind es aber im VergKlopp sieht Meister Dortmund in neuer Rolleleich mit Bayern München. Sie haben einfach die besseren Voraussetzungen“, sagte der Trainer des deutschen Fußball-Meisters vor dem Rückrundenstart am Sonntag (15.30 Uhr/Sky und liga total!) beim Hamburger SV.

„Und das wird möglicherweise lange Zeit so sein. Und wenn die Bayern nicht stolpern, vielleicht immer. Wir reichen nicht an die Bayern heran - auch nicht durch den Transfer von Marco Reus. Davon werden wir ohnehin erst in der nächsten Saison profitieren“, äußerte Klopp. Aber dennoch seien die Bayern nicht jedes Jahr Meister geworden, erinnerte der 44-Jährige und lenkte die Aufmerksamkeit umgehend auf Spiel eins im neuen Jahr beim wiedererstarkten HSV.

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Für Klopp heißt es: Alles wieder auf null. Vergessen ist der grandiose Saisonauftakt im August gegen den HSV (3:1), als die Medien dem BVB einstimmig Zauberfußball attestierten. Vergessen sind auch die zahlreichen Verletzungsprobleme und Rückschläge in der Champions League in der zweiten Jahreshälfte. Doch das sind Erfahrungen, die sein junges Team abgehärtet haben für den Kampf um den Titel oder zumindest einen Champions-League-Platz.

„Ich schätze den Kampf an der Spitze so eng ein wie sich die Tabelle derzeit präsentiert“, sagte Klopp. „Wir sind uns im Klaren darüber, dass auch Schalke, Gladbach oder Bremen im Kampf um die internationalen Plätze mitreden werden.“

Dass der BVB trotz aller Probleme in der Hinrunde seit elf Spielen (27 Punkte) ungeschlagen ist und die Hinrunde mit nur drei Zählern Rückstand hinter den Bayern beendete, bezeichnete Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke als „beinahe sensationell“. Auch die Defensive, die mit 12 Gegentoren derzeit die drittbeste der Liga ist, präsentiert sich inzwischen wieder mit der Souveränität der Meistersaison.

Nur die Mannschaft steht noch nicht. Zwar kehren Neven Subotic und Sven Bender nach ihren Gesichtsverletzungen wieder in die Anfangsformation zurück, doch muss Klopp auf Shootingstar Mario Götze (Adduktorenprobleme) und höchstwahrscheinlich auch auf Torhüter Roman Weidenfeller (Rückenprobleme) verzichten. Für ihn ist, laut Klopp, der Australier Mitchell Langerak (nach einer Bauchmuskelzerrung wieder im Training) die erste Option.

HSV-Trainer Thorsten Fink pflegt eine besondere Beziehung zur Borussia. In Dortmund wurde er geboren, war als 15-Jähriger Stammgast in Block 13 auf der Südtribüne und deutscher B-Jugendmeister mit dem BVB. „Wenn du in Dortmund aufwächst, kannst du nichts anderes tun, als dich für den Fußball zu begeistern“, so der Ex-Profi. Doch seine Sympathien stellt der 44-Jährige am Sonntag zurück, denn er sieht eine Chance, mit dem Tabellen-13. auch das neunte Ligaspiel in Folge seit seinem Amtsantritt ungeschlagen zu bleiben.

„Wenn wir den deutschen Meister schlagen können, kann das einen richtigen Schub geben für die Rückrunde. Und diese Chance wollen wir wahrnehmen“, sagte Fink, der sich aufdrängende Vergleich mit seinem Kollegen Klopp vehement zu widerlegen versuchte: „Ich bin nicht wie Klopp und auch nicht wie Magath, ich bin ganz anders. Wenn es in eine Richtung geht, dann bin ich eher ein kommunikativer Typ.“ Und damit doch nicht so weit entfernt von Klopp - abgesehen vom Tabellenstand.

sid

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