Klinsmann: Diskussion um Ballack "tut mir weh"

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Der damalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann (r) spricht am 30. Juni 2006 mit seinem Kapitän Michael Ballack (l) während des Spiels gegen Argentinien.

München - Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat mehr Respekt vor der Leistung von Michael Ballack für den deutschen Fußball gefordert.

Er vermisse die „Anerkennung für das, was Michael über zehn, zwölf Jahre für unser Land geleistet hat“, sagte der Coach des US-Teams dem TV-Sender Sport1. Die aktuelle Entwicklung und Diskussion um Ballack „tut mir natürlich weh, weil ich den Michael sehr, sehr schätze“, so Klinsmann weiter.

Klinsmann, der mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Heim-WM 2006 mit Ballack als „Capitano“ Dritter geworden war, sprach sich für einen Stammplatz Ballacks bei Bayer Leverkusen aus. „Er braucht jetzt auch die Plattform, wieder zu spielen und in der Anfangsformation zu stehen. Ich hoffe, diese Plattform gibt man ihm“, sagte der 47-Jährige: „Ich wünsche mir, dass er sich durchboxt durch diese richtig schwierige Phase und den Leuten zeigt, wie gut er ist.“

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Abgehakt hat Klinsmann derweil die Kritik von Philipp Lahm in dessen Buch „Der feine Unterschied“. „Da stehe ich total drüber“, sagte Klinsmann. Lahm habe seinen Blick geschildert, der naturgemäß ein anderer sei als der eines Trainers. „Er hat sich da überreden lassen, ein Buch zu schreiben und über Leute zu urteilen, die er eigentlich im Detail gar nicht kennt“, so Klinsmann, der in Lahms Werk für taktische Versäumnisse kritisiert worden war. Entschuldigt habe der Nationalmannschaftskapitän sich nicht.

sid

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