Draxler reist ab

Khedira: Entwicklung ist wichtiger

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Sami Khedira ist die Entwicklung wichtiger als der Fokus auf den WM-Titel.

Herzogenaurach - Die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft ist wichtiger als die Fokussierung auf die WM-Titel. So sieht das Sami Khedira. Währenddessen ist Jung-Star Draxler abgereist.

Die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft ist wichtiger als die Fokussierung auf die WM-Titel: Diese Forderung hat Sami Khedira aufgestellt. „Deutschland zählt bei einem Turnier immer zu den Favoriten. Doch ich glaube, unsere Aufgabe muss es sein, unser Spiel weiter zu verbessern und uns als Mannschaft noch mehr zu finden“, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid in einem Interview mit der Welt am Sonntag: „Wir haben viele talentierte junge Spieler, die wir integrieren müssen, um noch unberechenbarer zu werden. Das finde ich wichtiger als jetzt zu überlegen, ob wir Weltmeister werden können.“

Grundsätzlich sieht der 25-Jährige die Entwicklung der Mannschaft aber positiv: „Wir sind sehr diszipliniert und fokussiert, das dürfen wir auch nie abstellen. Weil es uns stark macht“, erklärte er: „Aber wir genießen trotzdem auch das Leben. Allerdings sollten wir in Deutschland nicht immer alles so verbissen sehen und uns Gedanken darüber machen, welcher Spieler etwas darstellt oder auch nicht. Das führt nicht zum Erfolg.“

In Madrid fühlt sich der frühere Stuttgarter derweil so wohl, dass er derzeit „nicht die Absicht“ hat, Real am Vertragsende 2015 zu verlassen. Auch eine Rückkehr in die Bundesliga sei deshalb nicht aktuell. „Speziell als deutscher Nationalspieler ist es nie ausgeschlossen, dass ich irgendwann mal wieder in Deutschland spiele“, sagte Khedira: „Doch momentan habe ich kein Heimweh und sehe keinen Grund für eine Rückkehr. Ich will das Abenteuer Ausland und die Erfahrungen dort noch eine Weile genießen. Dafür geht es mir in Madrid einfach zu gut.“

Gehirnerschütterung: Draxler von Nationalmannschaft abgereist

Julian Draxler ist aus dem Teamquartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft abgereist. Der Mittelfeldspieler vom FC Schalke 04 hatte sich beim 3:0 im WM-Qualifikationsspiel am Freitagabend in Kasachstan eine Gehirnerschütterung zugezogen. Diese erste Diagnose wurde durch weitere Untersuchungen am Samstag in Herzogenaurach bestätigt, teilte der DFB mit.

Draxler kann durch die Verletzung nicht am Rückspiel gegen die Kasachen am Dienstag in Nürnberg mitwirken und kehrte daher nach Gelsenkirchen zurück. Eine Nachnominierung für den 19-Jährigen war von Joachim Löw offenbar nicht geplant. Zuvor hatte der Bundestrainer für den am Dienstag gelbgesperrten Bastian Schweinsteiger den Dortmunder Sven Bender ins Aufgebot geholt.

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Der 19 Jahre alte Draxler stand in Astana erstmals in der Startelf der Nationalmannschaft. Nach wenigen Minuten wurde er im Kopfball-Zweikampf von seinem Gegenspieler Mark Gorman hart attackiert. Er spielte zunächst weiter, musste aber dann wegen Sehstörungen passen. Nach dem Spiel hatte er über starke Kopfschmerzen geklagt.

dpa/sid

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