Nach Fehlentscheidung von Schiri Stark

Keine Sperre für Schmelzer

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Wolfgang Stark stellte Marcel Schmelzer vom Feld

Frankfurt/Main - Dem DFB blieb angesichts der eindeutigen TV-Bilder und der Entschuldigung von Schiedsrichter Wolfgang Stark keine andere Wahl. BVB-Profi Marcel Schmelzer kann trotz einer Roten Karte schon am Sonntag wieder auflaufen.

Borussia Dortmunds Profi Marcel Schmelzer wird trotz seiner Roten Karte im Spiel gegen den VfL Wolfsburg nicht gesperrt. Wie erwartet, beantragte der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag die Einstellung des Verfahrens gegen den Nationalspieler. Schmelzer ist deshalb bereits im kommenden Bundesligaspiel am Sonntag bei der TSG 1899 Hoffenheim spielberechtigt.

Damit reagierte der Verband auf eine Fehlentscheidung von Wolfgang Stark in der 35. Minute. Der Schiedsrichter hatte eine Rettungsaktion von Schmelzer auf der Torlinie irrtümlicherweise als Handspiel gewertet und mit einem Elfmeter sowie einem Platzverweis für den Außenverteidiger geahndet. „Im Normalfall zieht ein Feldverweis eines Spielers generell eine automatische Sperre von mindestens einem Spiel nach sich. Einzige Ausnahme: wenn der Feldverweis eindeutig und zweifelsfrei auf einem offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters beruht“, hieß es in einer DFB-Mitteilung am Montag.

Stark hatte bereits wenige Minuten nach dem überraschenden 3:2 der Wolfsburger von einem „Wahrnehmungsfehler“ gesprochen und sich für seinen Fehler entschuldigt. Den letzten vergleichbaren Fall hatte es im Oktober 2004 gegeben. Damals sah der Berliner Alexander Madlung statt des eigentlichen Übeltäters Dick van Burik im Duell mit Freiburg Rot. Wie bei Schmelzer leitete der Kontrollausschuss des DFB kein Verfahren ein.

Auch Sergej Barbarez (2001/Hamburger SV) und Hasan Salihamidzic (2003/Bayern München) waren nach Roten Karte nicht bestraft worden. Allerdings ging diesen Entscheidungen eine Verhandlung vor dem DFB- Sportgericht voraus. Der Freispruch für Schmelzer hatte sich bereits am Samstag angedeutet, als der DFB nur gut drei Stunden nach dem Abpfiff des Spiels in Dortmund eine Erklärung veröffentlichte und darin die Einstellung des Verfahrens in Aussicht stellte.

dpa

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