Hopp: Kein „finanzieller Drahtseilakt“ für Wiese

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Mit viel Geld gelang 1899 Hoffenheim 2008 der Bundesliga-Aufstieg. Jetzt will Mäzen Dietmar Hopp (M.) den Geldhahn zudrehen - auch im Fall der Verpflichtung von Torwart Tim Wiese.

Hoffenheim - Nationaltorwart Tim Wiese ist ein Wunschspieler des Bundesligisten 1899 Hoffenheim. Doch selbst im Falle seiner Verpflichtung will Mäzen Dietmar Hopp den eingeschlagenen Sparkus fortsetzen.

„Tim Wiese ist ein Wunschspieler des Trainers. Doch auch für Tim Wiese werden wir keinen finanziellen Drahtseilakt aufführen - und im Übrigen wäre auch er ablösefrei“, sagte Hopp, der am Donnerstag seinen 72. Geburtstag feierte, dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Der Milliardär bekräftigte noch einmal, dass er seine Investitionen in den kommenden Jahren drastisch senken will, um die Regeln des Financial Fairplay der Europäischen Fußball-Union (UEFA) einzuhalten. „Unser Ziel ist es nach wie vor, eine Limitierung des Lizenzspieleretats auf rund 30 Millionen Euro zu realisieren. Das ist unser Zielkorridor, um die Vorgaben des Financial Fairplay zu erfüllen“, äußerte Hopp.

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Der Mäzen hatte bereits vor über einem Jahr erklärt, dass er den Geldhahn schrittweise zudrehen und den Klub in die Unabhängigkeit entlassen will. Hopp, der bereits rund 250 Millionen Euro in den Verein investiert hat, will den Kraichgauern spätestens ab dem Jahr 2015 nur noch im erlaubten Rahmen des Financial Fairplay unter die Arme greifen. Dies würde bedeuten, dass der Milliardär nur noch einen Verlust in Höhe von fünf Millionen Euro über eine Zeitspanne von drei Spielzeiten ausgleichen darf.

Für die zu Ende gehende Saison rechnet Hopp sogar damit, dass er nichts zuschießen muss. „Wir haben innerhalb des letzten Jahres enorme Einsparungen vorgenommen, die uns höchstwahrscheinlich erstmals eine schwarze Null in der Bilanz bescheren werden“, erklärte der gebürtige Heidelberger: „Das heißt nicht, dass dies nun in jedem Jahr so weiter gehen muss. Es geht um einen Prozess, jedoch ist der nicht immer linear.“

sid

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