Roy Keane kritisiert irische Fan-Partys

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Roy Keane findet die Fan-Partys nach Niederlagen nicht richtig.

Danzig - Die irischen Fans erobern mit ihren friedlich-fröhlichen Fanfesten bei der EM die Herzen der Menschen. Ausgerechnet Irlands Ikone Roy Keane sind die grünen Partys nach Niederlagen ein Dorn im Auge.

„Ich denke, die Spieler und Fans müssen ihre Mentalität ändern. Lasst uns nicht gegenseitig verarschen, die Anhänger wollen ihr Team gewinnen sehen. Wir sind ein kleines Land, aber lasst uns hin und wieder nicht nur mit dem Rumgesinge zufrieden geben“, kritisierte der ehemalige Kapitän der irischen Nationalmannschaft.

Trotz der 0:4-Niederlage gegen Welt- und Europameister Spanien sowie dem vorzeitigen Vorrunden-K.o. hatten Zehntausende irischen Fans im Danziger Stadion nach dem Anpfiff noch minutenlang ihr Team und sich selbst gefeiert. Irlands Nationaltrainer Giovanni Trapattoni war überwältigt: „Unsere Fans standen immer hinter uns. Das dürfen die Spieler und ich nie vergessen.“

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Auch international stieß die beeindruckende Leidensfähigkeit der Anhänger in Grün auf viel Bewunderung. „Wie kann man Irland nicht lieben?“, fragte die polnische Zeitung Gazeta Wyborcza Daily. John Delaney, Chef des irischen Fußballverbandes FAI, konnte Keanes Kritik nichts abgewinnen. „Die bleibende Erinnerung aus diesem Spiel ist, wie viele Tausende irische Fans das Lied “Fields of Athenry' kurz vor und kurz nach dem Schlusspfiff gesungen haben„, sagte Delaney.

SID

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