"Katastrophen": Hopp-Kritik an Einkaufspolitik

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Dietmar Hopp

Sinsheim - Mäzen Dietmar Hopp vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim hat die Transferpolitik seines Klubs kritisiert und sieht das Image durch kostspielige Fehleinkäufe beschädigt.

„Bei einigen Transfers hat uns das Glück verlassen. Es waren richtige Katastrophen dabei. Insgesamt haben wir 30 Millionen Euro verschenkt“, sagte Hopp im Interview der Sport Bild.

Als Negativ-Beispiele nannte Hopp die Verpflichtungen des brasilianischen Stürmers Wellington und des Mittelfeldspielers Franco Zuculini: „Solche Transfers haben das positive Bild kaputt gemacht. Zuletzt war bei uns auf dem Transfermarkt oft Sand im Getriebe.“ Auch deshalb wolle man in Zukunft vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen und „unsere Profis selber ausbilden“.

Zudem verteidigte Hopp die Verpflichtung des 13 Jahre alten Talentes Nico Franke aus Berlin. Die alleinerziehende Mutter habe Hopp händeringend darum gebeten, ihren Jungen aufzunehmen. „Sie möchte, dass er bei uns seinen Hauptschulabschluss schafft und eine Lehre beginnt. Dem haben wir aus sozialer Verantwortung zugestimmt. Von Kinderhandel kann gar keine Rede sein. Alles andere ist Heuchelei“, sagte Hopp.

Gleichzeitig hielt der SAP-Milliardär an seinem Plan fest, sich in zwei Jahren als Finanzier der Kraichgauer zurückzuziehen. „2014 sehe ich uns fest stabilisiert in der oberen Tabellenhälfte. Wir schreiben bald schwarze Zahlen“, erklärte Hopp.

sid

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