KSC hofft wieder - Remis zwischen FSV und MSV

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Nach dem 2:0-Sieg gegen Union Berlin schöpft der KSC neue Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Karlsruhe - Der Karlsruher SC darf wieder auf den Verbleib in der 2. Bundesliga hoffen. In den anderen beiden Sonntagsspielen kam es zu Punkteteilungen.

Trainerglück in Karlsruhe, Trainerwechsel in Aachen: Während der Karlsruher SC nach einem gelungenen Debüt des neuen Cheftrainers Markus Kauczinski Hoffnung im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga schöpft, hat Alemannia Aachen die Notbremse gezogen und sich am Sonntag von Coach Friedhelm Funkel getrennt.

Der 58-Jährige ist der erste Zweitliga-Trainer seit zwölf Jahren, der zwei Mal in einer Saison entlassen wurde. Funkel hatte die Alemannia erst am 19. September übernommen, nachdem er fünf Tage zuvor beim VfL Bochum seinen Stuhl räumen musste. In Aachen wurden ihm fünf Niederlagen in Folge zum Verhängnis, darunter das 0: 1 am Freitag gegen Dynamo Dresden.

Funkel zeigte sich anschließend verbittert über die Umstände seiner Entlassung. „Ich ärgere mich ein bisschen“, sagte er den Aachener Nachrichten: „Es ist stillos, dass es am Telefon geschieht. Ich kenne das anders.“ Funkels Nachfolger wird bis zum Saisonende U23-Coach Ralf Aussem.

Dass ein Trainerwechsel kurzfristig Erfolg bringen kann, bewies der KSC. Kauczinski, der bereits zuvor dreimal als Interimstrainer eingesprungen war, bewies beim 2:0 (1:0) gegen Union Berlin ein glückliches Händchen. Der Nachfolger von Jörn Andersen stellte das Team auf drei Positionen um, Stürmer Christian Timm bedankte sich für das Vertrauen mit dem 1:0-Führungstreffer (13.). Zudem stach sein „Joker“ Klemen Lavric (84.) beim Tor zum 2:0-Endstand. Kauczinski lobte: „Die Mannschaft hat es verdient, sich mal wieder feiern zu lassen. Sie hat leidenschaftlich gekämpft.“

Jeweils einen Punkt sicherten sich im Kampf um den Klassenerhalt der FSV Frankfurt (1:1 bei Energie Cottbus) und der MSV Duisburg (1: 1 beim FC Ingolstadt). Auch bei Hansa Rostock herrschte nach dem überlebenswichtigen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg bei 1860 München wieder Hoffnung.

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„Wir waren einfach mal dran“, sagte Hansa-Coach Wolfgang Wolf und forderte: „Wir müssen jetzt nachlegen!“ Allerdings wartet im kommenden Heimspiel am Gründonnerstag Aufstiegsaspirant Fortuna Düsseldorf. „Wir wollen ihnen ein bisschen in die Suppe spucken“, sagte Mittelfeldspieler Tobias Jänicke.

Im Aufstiegsrennen ist die SpVgg Greuther Fürth erstmals seit sechs Wochen gestolpert. Nach fünf Siegen in Serie kamen die „Unaufsteigbaren“ aus Franken am Samstag bei Erzgebirge Aue nur zu einem 1:1 (1:0). Dadurch verlor das Team von Trainer Mike Büskens die Tabellenführung an die Eintracht aus Frankfurt, die bereits am Freitag mit 3:0 gegen den VfL Bochum gewonnen hatte.

Büskens kritisierte, seine Spieler hätten in der ersten Halbzeit „zeitweise zu passiv“ agiert, gänzlich unzufrieden war er aber nicht. „Wir können mit dem Punkt leben, denn man weiß, wie schwer es ist, hier im Erzgebirge zu gewinnen“, sagte der frühere Bundesligaspieler.

Im Spitzenspiel am Montag können sowohl Fortuna Düsseldorf als auch St. Pauli den Rückstand auf Fürth verkürzen. „Bei den Begegnungen mit St. Pauli herrscht immer eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre. Vielleicht liegt das auch daran, dass es immer Abendspiele sind. Es ist herrlich, wenn die Lichter angehen“, schwärmte Fortuna-Trainer Norbert Meier. Auch die Fans fiebern dem Duell entgegen. Es werden 45.000 Zuschauer in der Esprit-Arena erwartet.

SID

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