Kantersieg im Frankfurter Derby

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Die Spieler von Eintracht Frankfurt bejubeln das Tor zum 1:0.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat das Stadtderby gegen den FSV klar für sich entschieden. Cottbus bleibt durch den Sieg gegen den KSC an Tabellenführer Fürth dran, Dresden verliert zuhause - die Übersicht:

Hoher Favoritensieg im Frankfurter Stadtderby, klare Verhältnisse auch in Cottbus: Mit einem ungefährdeten 4:0 im ersten Lokalkampf gegen den den FSV Frankfurt seit fast 50 Jahren konnte die Eintracht am Sonntag eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie auch nach dem Bundesliga-Abstieg die Nummer 1 am Main ist.

Mit elf Punkten mischt das Team von Trainer Armin Veh in der 2. Fußball-Bundesliga nach dem Prestigeerfolg weiter oben mit. Einen Zähler mehr auf dem Konto hat Energie Cottbus. Die Lausitzer bezwangen den Karlsruher SC im eigenen Stadion mit 2:0 und schlossen damit zum Spitzenreiter Greuther Fürth auf. Dritter ist Fortuna Düsseldorf, das am Freitagabend 1860 München im Spitzenspiel nach einer großartigen Leistung mit 3:1 deklassiert hatte.

Für das Spiel des Jahres war der FSV Frankfurt sogar ins Eintracht-Stadion umgezogen - der höheren Einnahmen zuliebe. “Ein besonderes Spiel, eine überragende Kulisse, wir freuen uns riesig“, schwärmte FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen vor dem Anpiff.

Dann aber jubelten vor der Saisonrekord-Kulisse von 50 250 Zuschauern nur noch die “Gäste“. Sebastian Rode (17. Minute), Theofanis Gekas (31./Foulelfmeter) und Benjamin Köhler (40./88.) trafen für die Eintracht. Auch am 27. Januar 1962 hatte die Eintracht in der Oberliga Süd das letzte Derby gegen den FSV mit 4:0 gewonnen.

In Cottbus bereitete vor allem der zweifache Torschütze Dimitar Rangelow - 1:0 Abstauber (14.), 2:0 Foulelfmeter (22.) - dem von einem Bandscheibenvorfall geplagten Trainer Claus-Dieter Wollitz Freude. “Meine Laune ist permanent schlecht“, hatte Wollitz vorher gescherzt. Trotz “extremer Schmerzen“ erledigte er seinen Job. In Dresden gewann der SC Paderborn nach Toren von Sören Gonther (35.) und Alban Meha (84.) mit 2:1. Für Dresden traf Robert Koch (90.).

St. Pauli kann Platz 1 zurückerobern

Die vermeintlich unaufsteigbaren Fürther wollen es in dieser Saison endlich wissen. Nach dem ungefährdeten 3:0 im bayerischen Derby gegen den sieglosen FC Ingolstadt genossen die Franken den Blick auf die Tabelle. “Es ist schön, wenn man von oben grüßen kann“, sagte Torwart Max Grün. “Hier entsteht etwas“, meinte Trainer Mike Büskens. In Olivier Occean und Christopher Nöthe hat er gleich zwei Torjäger - beide trafen zum vierten Mal in dieser Saison.

Die Tabellenführung könnte jedoch St. Pauli am Montagabend zum Abschluss des 5. Spieltags mit einem Heimerfolg gegen den MSV Duisburg zurückerobern. “Die Euphorie vor allem im Umfeld ist eine Gefahr“, warnte Pauli-Trainer André Schubert angesichts der großen Erwartungshaltung beim Kiez-Club. Duisburg will nach dem Fehlstart in Hamburg die Kurve kriegen. “St. Pauli kommt mit voller Wucht, die wir neutralisieren müssen“, erklärte Trainer Milan Sasic.

dpa

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