Titan hat aber auch Vorbehalte

Kahn: Guardiola bei Bayern macht Sinn

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Pep Guardiola

Hamburg - Oliver Kahn hält den gehandelten Pep Guardiola für einen geeigneten Nachfolger für Jupp Heynckes als Trainer des FC  Bayern München.

„Natürlich macht es Sinn, einen solchen Mann zu verpflichten. Guardiola ist von seinen Erfolgen, von allem, was er für Barcelona geleistet hat, hochinteressant“, sagte der frühere Fußball-Nationaltorhüter bei einem Pressetermin in Hamburg, bei dem er als neuer Botschafter eines Sportwettenanbieters (Tipico) vorgestellt wurde.

Allerdings schränkte der 43-Jährige ein: „Bei Barca war Guardiola sehr erfolgreich, er hat die Philosophie dort aufgesogen. Da frage ich mich: "Funktioniert das auch bei einem anderen Klub?"„ Zudem verbringe Guardiola in New York gerade ein Sabbat-Jahr und bilde sich fort, "und das spricht sicherlich für einiges, aber nicht gerade für ein Engagement in München“, sagte Kahn, der mit Bayern acht deutsche Meisterschaften, sechsmal den DFB-Pokal und 2001 die Champions League gewonnen hat.

In München reißen die Spekulationen um die Heynckes-Nachfolge nicht ab. Guardiola, der mit Barcelona zwischen 2008 und 2012 insgesamt 14 Titel, darunter zweimal die Champions League (2009 und 2011), gewonnen hat, soll einer der heißesten Kandidaten sein. Nach Informationen von Sky Italia soll der 41 Jahre alte Spanier bereits eine Entscheidung zugunsten der Bayern getroffen haben, er soll demnach ab Sommer Heynckes beerben.

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Die Münchner wollten die Gerüchte, die am späten Montagabend aufgekommen waren, am Dienstag nicht weiter kommentieren. „Ich kann dazu nur sagen, dass wir die gesamte Situation immer sehr souverän gehandhabt haben“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Rande des Neujahrsempfangs der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt/Main: „Wir haben nie zu einem Gerücht - sei es aus England oder Italien gekommen - Stellung bezogen und werden das auch jetzt nicht tun.“

Die Bayern wollen zunächst mit Heynckes über dessen Zukunft reden, erst dann den weiteren Weg festgelegen. „Jupp Heynckes hat gesagt, es werde ein Gespräch bis Mitte März geben. Aber ich werde das Datum jetzt nicht kommentieren“, erklärte Rummenigge dazu. Laut kicker sollen die Gespräche bereits im Januar stattfinden.

sid

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