Kadlec lässt Bayer gegen Werder jubeln

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Michal Kadlec hat das Siegtor erzielt

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat durch den späten Treffer von Michal Kadlec gegen Werder Bremen den schmeichelhaften ersten Sieg der noch jungen Saison errungen. Michael Ballack war kein Faktor.

Dank Michal Kadlec atmet Bayer Leverkusen auf. Der selbst erklärte Titelkandidat holte durch den späten Treffer des Tschechen beim 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen den schmeichelhaften ersten Sieg der noch jungen Saison. Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena blieben die Rheinländer am Sonntagabend beim Jubiläum von Michael Ballack den Beweis einer Spitzenmannschaft allerdings lange Zeit schuldig. Erst nach einer Ecke in der 86. Minute ließ Kadlec die Werkself jubeln, Bremen verpasste hingegen den Sprung in das obere Tabellendrittel.

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In seinem 250. Liga-Einsatz konnte Ballack keine entscheidenden Akzente setzen, verlor mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe und enttäuschte als Ersatz von Simon Rolfes. Der etatmäßige Spielführer kam erst nach 83 Minuten kurz vor der Entscheidung für Ballack ins Spiel. “Ein starker Trainer macht die Aufstellung nicht von der Binde abhängig“, begründete der neue Bayer-Trainer Robin Dutt den Wechsel im defensiven Mittelfeld im Vergleich zur Auftaktpleite gegen Mainz. Die von der Spielanlage ähnlichen Ballack und Rolfes müssten sich die Position teilen.

Insgesamt stellte Dutt sein Team auf vier Positionen um und brachte neben Ballack auch das am Mittwoch verpflichtete Torwart-Talent Bernd Leno, Gonzalo Castro sowie Stefan Kießling in der Anfangself. Der bemühte Nationalstürmer legte beim ersten gefährlichen Leverkusener Angriff den Ball für Renato Augusto (13.) auf, der den starken Tim Wiese von der Strafraumgrenze zu einer spektakulären Flugeinlage zwang. Einen Freistoß von Michal Kadlec (22.) aus 25 Metern entschärfte Bremens Keeper ebenfalls ohne Mühe, kurz vor der Pause rettete er per Fußabwehr gegen Kießling (45.).

Auf der anderen Seite verlebte der 19 Jahre alte Leno als Ersatz für den verletzten Nationaltorwart René Adler zunächst einen ereignisarmen Abend. Trotz des Selbstvertrauens aus dem Startsieg gegen Kaiserslautern zogen sich die Bremer weit zurück und kamen nur durch Konter gefährlich in die gegnerische Hälfte. Nach feiner Vorlage von Sokratis Papastathopoulos über die rechte Seite schaufelte Lennart Thy (35.) den Ball aus vier Metern freistehend über das Tor. “Da haben wir Glück, dass er den so kläglich vergibt“, meinte Adler beim TV-Sender Sky.

Auch nach der Pause nahm die niveauarme Partie keine Fahrt auf. Bayer präsentierte sich im Spielaufbau konfus und wirkte durch den miserablen Beginn der Saison mit dem Pokalaus bei Dynamo Dresden komplett verunsichert.

Durch der Einwechslung von Marko Marin und Claudio Pizarro, der nach Knieproblemen sein Comeback feierte, versuchte Werder-Coach Thomas Schaaf nach einer Stunde die statische Offensive zu beleben. Mit einem Schuss aus mehr als 20 Metern brachte Marin (73.) das Bayer-Tor zumindest in Gefahr, verzog aber leicht. Für Bremen rettete Wiese zunächst mit einer erneuten Glanzparade gegen Kadlec (77.), war aber vier Minuten vor Schluss aus kurzer Distanz machtlos.

dpa

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