Juve ungeschlagener Wintermeister

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Juventus Turin mit Mirko Vucinic (m.) hat in der Hinrunde kein einziges Mal verloren.

Bergamo - Meister Milan ist in der italienischen Liga als Top-Favorit in die neue Saison gegangen. Auch Inter hatte gute Chancen. Doch am Ende der Hinserie überrascht Juve als  Tabellenführer.

Nach Liga-Skandal, Zwangsabstieg und langer Krise steht die „Große Alte Dame“ des italienischen Fußballs wieder ganz oben. Mit dem 2:0-Sieg bei Atalanta Bergamo sicherte sich Juventus Turin am Wochenende den inoffiziellen Titel des Wintermeisters in der Serie A, beendete die Hinrunde ungeschlagen und untermauerte seine Ambitionen auf die Meisterschaft. „Der Wintermeistertitel ist eine große Genugtuung für uns. Das war schon eine außergewöhnliche Hinrunde“, sagte Juve-Coach Antonio Conte.

Der ehemalige Juve-Star hatte den Club erst im Sommer übernommen. Für die „Vecchia Signora“ wirkte er wie ein Jungbrunnen. Unter Conte blühten die Piemonteser förmlich auf, spielen vorne gefährlich und hinten diszipliniert wie seit Jahren nicht mehr. Mit nur zwölf Gegentoren hat das Team mit Weltklassetorwart Gianluigi Buffon die beste Abwehr der Liga und gehört zudem mit 31 Treffern zu den torgefährlichsten. Neun Jahre nach dem letzten Meistertitel greifen die Turiner wieder nach dem „Scudetto“.

Glaubt man den Statistiken, ist der Titel praktisch schon sicher, denn in den letzten sieben Jahren holte der Wintermeister am Saisonende auch die Trophäe. „Juve siegt und siegt und ist dabei so souverän wie nie zuvor“, lobte die „Gazzetta dello Sport“ die Mannschaft der Stunde. „Ja, dieses Juve hat das Zeug zur Meisterschaft“, titelte der „Corriere dello Sport“ am Sonntag.

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Trotz der Lobeshymnen bleibt Conte realistisch: „Es wird sehr schwer werden, so eine Serie in der Rückrunde zu wiederholen.“ In Bergamo war Juve am Samstagabend dank Treffern von Stephan Lichtsteiner (55.) und Emanuele Giaccherini (82.) erfolgreich.

Titelverteidiger AC Mailand (40 Punkte) bleibt Juve dicht auf den Fersen. Milan siegte am Sonntag mit 3:0 beim Tabellenletzten in Novara. Die Tore für die Mailänder erzielten Zlatan Ibrahimovic in der 57. und 90. Minute sowie Robinho in der 73. Minute. Udinese Calcio folgt mit 38 Punkten auf Rang drei. Die Norditaliener gewannen am Sonntag mit 2:1 gegen Catania.

Den höchsten Sieg des letzten Hinrunden-Spieltags fuhr der AS Rom mit seinem 5:1 gegen AC Cesena ein. Dabei stellte Doppel-Torschütze Francesco Totti wieder einmal eine Bestmarke auf. Mit seinen Treffern zum 1:0 nach 40 Sekunden und 2:0 (8. Minute) hat der 35 Jahre alte Totti nun in der höchsten italienischen Liga 211 Tore für die Römer erzielt - kein anderer Spieler traf in der Serie A öfter für einen einzigen Verein. „Totti ist der König von Rom“, titelte der „Corriere dello Sport“ am Sonntag.

dpa

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