Jupp lobt seine Stars: "Klassespiel gemacht"

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Jupp Heynckes war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden.

Braunschweig - Auch ohne seine beiden verletzten Superstars Robben und Ribery zelebrierte der deutsche Rekordmeister Bayern München beim 3:0-Erfolg im DFB-Pokal beim Zweitliga-Tabellenführer Eintracht Braunschweig hohe Fußballkunst.

Kapitän Philipp Lahm schwärmte, Matchwinner Thomas Müller lobte, und nicht einmal Trainer Jupp Heynckes hatte etwas zu meckern: Der souverän herausgespielte 3:0 (2:0)-Erfolg bei Eintracht Braunschweig war für Bayern München mehr als ein Erstrundensieg im DFB-Vereinspokal, er war eine selbstbewusste Kampfansage an die Liga-Konkurrenten, wenige Tage vor dem Bundesliga-Start.

Denn während Bundesliga-Rivalen wie der VfL Wolfsburg beim viertklassigen RB Leipzig (2:3) oder Vizemeister Bayer Leverkusen bei Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden (3:4 n.V.) verloren, erteilte der Rekordchampion den Niedersachsen taktisch und spielerisch eine Lektion. „Wir haben einfach ein Klassespiel gemacht“, sagte Heynckes wie selbstverständlich. Man habe den Gegner nicht stark werden lassen, die Balleroberung habe funktioniert, so stelle er sich auch in Zukunft die Auftritte seines Teams vor.

Was Otto Rehhagel einst „kontrollierte Offensive“ nannte, die Bayern zelebrierten es vor 23.500 staunenden Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion nahezu perfekt. Lahm: „Wir wollten die Ballkontrolle, wir wollten weiterkommen und wir wollten zu null spielen. Alles ist gelungen und das ist ein gutes Signal. Denn in der letzten Saison haben wir 40 Gegentore bekommen, das war eindeutig zu viel.“

Diesem permanenten Druck konnten die Norddeutschen auf Dauer nicht standhalten, daraus resultierten zwei berechtigte Strafstöße, die Mario Gomez (9.) und Bastian Schweinsteiger (39.) eiskalt verwandelten. Beide Foulelfmeter hatte Thomas Müller herausgeholt, der Nationalspieler setzte mit einem selbst erzielten Treffer in der 83. Minute noch den Schlusspunkt hinter einen sehenswerten Auftritt des bajuwarischen Starensembles.

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Auch Müller geht mit einem guten Gefühl in den Bundesliga-Auftakt am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) gegen Borussia Mönchengladbach. „Braunschweig war ein wichtiger Schritt dorthin. Und wir haben in diesem Spiel erfreulicherweise kaum Fehler gemacht“, sagte der 21-Jährige.

Dabei fehlten in dem einseitigen Duell verletzungsbedingt sogar noch die beiden Superstars Arjen Robben und Franck Ribery, die am Sonntag in der Münchner Allianz Arena voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen werden. Alles andere als ein klarer Heimsieg zum Ligastart wäre da eine faustdicke Überraschung.

Ebenfalls am Sonntag (13.30 Uhr/Sky und Liga total!) stehen auch die Braunschweiger gegen Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt vor einem richtungweisenden Heimspiel. „Das Bayern-Spiel war für uns ein tolles Erlebnis, aber jetzt kehren wir gern in den Zweitliga-Alltag zurück“, sagte Coach Torsten Lieberknecht, der an seinem 38. Geburtstag zwar nicht mit einem Sieg, aber mit einem Freundschaftsangebot beschenkt wurde: „Ich darf jetzt Jupp zu Heynckes sagen, das ist für mich das Größte.“

sid

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