Star-Trainer in der Zwickmühle

Mourinho: "Ich hasse mein Sozialleben"

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José Mourinho polarisiert

Berlin - Real Madrid-Coach José Mourinho beklagt sich über seinen Status als Star-Trainer und wäre gern weniger berühmt. In einem Interview erklärt er, was ihn alles stört.

Ständig müsse er Autogramme geben oder Fotos von sich machen lassen, sagte Mourinho in einem Interview des Fernsehsenders CNN. „Ich hasse mein Sozialleben“, sagte Mourinho.

Er könne nicht einmal seinen Sohn zu einem Fußballspiel begleiten, ohne belästigt oder auch angefeindet zu werden. „Die Leute müssen nach Fotos fragen, die Leute müssen nach Autogrammen fragen, die Leute müssen mich beleidigen, die Leute müssen sich hinter das Tor stellen und meinen 12-jährigen Sohn beleidigen“, klagte der exzentrische Coach.

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Obwohl er sich mehr Privatsphäre wünscht, bemüht sich Mourinho gerne um eine intensive Außendarstellung: Den Beinamen „The special one“ gab der Trainer sich selbst nach seinem Wechsel vom FC Porto zum FC Chelsea im Jahr 2004. Nachdem er als erster in Spanien, Italien und England Meistertrainer wurde, taufte er sich selbst in „The only one“ um.

Dass der Rekord-Sieg in den drei Top-Ligen auch Ruhm und deshalb Ärger mit sich bringt, will Mourinho nicht wahrhaben. Trotz dieser Ärgernisse will er allerdings auch die nächsten 20 Jahre als Trainer arbeiten, betonte er. Bei Madrid hat Mourinho einen Vierjahres-Vertrag. Für die folgende Zeit kokettiert er gerne mit einer Rückkehr nach England.

dpa

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