Schweinsteiger fordert historischen Sieg

Trainingsplatz als Geschenk für Danzig

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Joachim Löw: „Die Vorbereitungen auf Italien laufen auf Hochtouren“.

Danzig - Auf zum Fußball-Klassiker gegen Italien! Vor der Abreise zum Halbfinale in Warschau hat Bundestrainer Joachim Löw seinen Dank an die polnischen Gastgeber gerichtet. Zudem gab es ein besonderes Geschenk.

Joachim Löw richtete vor der Abreise aus Danzig „ein Dankeschön“ an die polnischen Gastgeber für ihre Gastfreundschaft in den vergangenen Wochen. „Einzig das Wetter hat uns geärgert“, sagte der Bundestrainer nach vielen verregneten Tagen an der Ostsee.

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„Die Vorbereitungen auf Italien laufen auf Hochtouren“, betonte Löw. Um 18.00 Uhr findet im Nationalstadion von Warschau das Abschlusstraining für die 31. Partie gegen die Azzurri statt. „Wir freuen uns sehr auf den Klassiker“, sagte Bastian Schweinsteiger, der trotz Sprunggelenks-Problemen auf seinen Einsatz brennt. „Wir haben noch nie gewonnen gegen die Italiener in einem Turnier, deswegen ist es Zeit“, erklärte Schweinsteiger vor seinem 95. Länderspiel.

Löw stellte wieder einige Umstellungen in der Offensive in Aussicht. Die Siegtaktik des Bundestrainers lautet: Agieren, nicht reagieren. „Wir wollen versuchen, unseren Rhythmus Italien aufzuzwingen. Wichtig wird sein, dass wir die Initiative ergreifen.“

Am Abend wird die Mannschaft im Teamhotel im Fernsehen verfolgen, wer der mögliche Gegner im Endspiel wäre, Titelverteidiger Spanien oder Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo. „Spanien ist sicher leichter Favorit. Aber die Portugiesen haben es geschafft, nach der Niederlage gegen uns wieder in die Spur zu kommen“, sagte Löw.

Trainingsplatz als Geschenk

Der DFB hat Danzig zum Abschied ein Geschenk für die Gastfreundschaft in den vergangenen EM-Wochen gemacht. Der vom Verband für einen sechsstelligen Betrag angelegte Trainingsplatz beim Teamhotel, auf dem Kapitän Philipp Lahm und Kollegen sich für ihre Siege fit machten, wurde am Mittwoch symbolisch von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach an den Danziger Oberbürgermeister Pawel Adamowicz übergeben.

„Wir möchten nicht, dass dieser wunderschöne Trainingsplatz verschwindet, sondern wir möchten ihn der Stadt Danzig schenken“, sagte Niersbach. Der Rasenplatz soll für den Schulsport genutzt werden. „Danzig ist so etwas wie unsere Heimatstadt geworden. Das Viertelfinalspiel hier war der Höhepunkt. Danzig war eine gute Wahl“, sagte der DFB-Präsident vor der Abreise der Nationalmannschaft aus dem Quartier an der Ostsee. „Wir haben uns unglaublich wohlgefühlt hier“, ergänzte Teammanager Oliver Bierhoff.

Danzigs Oberbürgermeister dankte dem DFB. „Der Sport bringt Menschen und Nationen zusammen. Diese EM und der Aufenthalt der Nationalmannschaft in Danzig haben Polen und Deutsche näher zusammengebracht“, sagte Adamowicz und ergänzte vor dem Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen Italien: „Den Nachbarn hält man die Daumen. Ich wünsche ihnen, dass der Weg nach Kiew weiter geradeaus führt.“ Er werde auch beim Finale am Sonntag anwesend sein.

dpa

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