Ich bin dann mal weg

96-Manager Schmadtke nimmt Auszeit

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Jörg Schmadtke nimmt sich eine Auszeit

Hannover - Jörg Schmadtke fehlt beim Trainingsstart von Hannover 96. Der 96-Manager hat die mit Clubchef Martin Kind vereinbarte Auszeit bis September angetreten. Er hinterlässt ein geordnetes Haus.

Über eine Pilgerreise von Jörg Schmadtke ist nichts bekannt. Doch wenn Hannover 96 an diesem Dienstag das Training wieder aufnimmt, heißt es für den Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten: Ich bin dann mal weg. Buchautor Hape Kerkeling wanderte auf dem Jakobsweg, Schmadtke wird während der elf Wochen Pause in erster Linie wichtige familiäre Dinge regeln. „Ich bin ja nicht aus der Welt“, sagte der Manager vor dem Antritt seiner mit Clubchef Martin Kind vereinbarten Auszeit. „Es gibt Telefone. Wenn etwas wichtiges ist, dann bin ich auch erreichbar“, fügte der ehemalige Bundesliga-Profi hinzu.

Schmadtkes bemerkenswerter Sonderurlaub ist bis zum 10. September befristet. Dass in dieser Zeit die Saison-Vorbereitung, der Start der Bundesliga und der Europa League sowie das Ende der Transferfrist am 31. August fällt, ist für die Beteiligten kein Problem. „Die gefundene Lösung ist optimal, weil sie Jörg Schmadtke und seine Familie unterstützt und auch für Hannover 96 gut ist“, erklärte Kind. „Wir haben eine außergewöhnliche Situation gelöst.“

Vor wenigen Wochen hatte Schmadtke um die Auflösung seines Vertrages beim Europa-League-Viertelfinalisten gebeten. Der 48-Jährige sah keine andere Möglichkeit, um die privaten Probleme zu lösen. Doch so einfach wollte der Clubchef seinen „sehr erfolgreich arbeitende Sportdirektor“ nicht ziehen lassen. In mehreren Gesprächen gelang es dem Unternehmer, seinen führenden Mitarbeiter doch noch umzustimmen. Neben der langen Auszeit wurde auch ein möglichst schneller Umzug von Schmadtkes Familie von Düsseldorf nach Hannover vereinbart.

Der Sportdirektor bedankte sich, indem er die geplanten Sommertransfers rechtzeitig abwickelte. Als letzte Maßnahme vor dem Urlaubsantritt lieh Schmadtke am Sonntag den österreichischen Edelreservisten Daniel Royer an den 1. FC Köln aus. Zuvor hatte er als Verstärkungen für das Team von Trainer Mirko Slomka den Japaner Hiroki Sakai, den Italo-Brasilianer Felipe und den Schweizer Adrian Nikci verpflichtet.

Ein vierter Zugang ist bis Ende August noch möglich. „Mein Büro macht die Arbeit weiter“, versicherte Schmadtke. Seine Assistenten sind eingewiesen und vertreten ihn bei Manager-Terminen der Deutschen Fußball Liga (DFL). Stadion-Chef Thorsten Meier nimmt für den Manager an der Europa-League-Auslosung am 20. Juli in Nyon teil. Und in ganz wichtigen Dingen ist und bleibt ohnehin Martin Kind erster Ansprechpartner bei Hannover 96.

dpa

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