Keller: Bloß kein Draxler-Hype

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Julian Draxler

Donaueschingen - Trainer Jens Keller vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 traut seinem Jungstar Julian Draxler eine Weltkarriere zu, warnt aber gleichzeitig vor einem „Hype“ um den 19-Jährigen.

„Um Julian Draxler beneidet uns die ganze Welt“, sagte der 42-Jährige im SID-Interview im Trainingslager in Donaueschingen: „Wenn er so weiterarbeitet, glaube ich, dass er eine Weltkarriere machen kann.“

Allerdings sieht Keller die Gefahr, dass der Wirbel um den Jungnationalspieler zu groß wird. „Man muss jetzt langsam ein bisschen aufpassen mit dem Hype um Julian Draxler. Der Junge ist 19. Auf ihn prasseln so viele Dinge ein, wenn man hört: 60 Millionen Gehalt, 45 Millionen Ablöse. Man muss den Ball flach halten“, sagte der Schalker Coach.

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Das Ballyhoo um den jüngsten deutschen Champions-League-Torschützen haben die Königsblauen allerdings auch selbst angefacht. Als Draxler im Mai seinen Vertrag bis 2018 verlängerte, fuhren Kleinlaster mit seinem Konterfei durchs Ruhrgebiet. In der vergangenen Woche lehnte der hochtalentierte Mittelspieler, der als jüngster Bundesligaprofi 100 Pflichtspiele absolvierte, hochdotierte Angebote aus Spanien und England ab. Dank einer Ausstiegsklausel hätte er bis 30. Juni für die festgeschriebene Ablösesumme von 45,5 Millionen Euro wechseln können.

Dass Draxler selbst abhebt, glaubt Keller nicht. „Er ist geerdet, aber bei so einem Hype muss man aufpassen, dass ein junger Spieler nicht in falsches Fahrwasser gerät.“ Deshalb will er sich auch nicht an den Vergleichen mit dem neuen Bayern-Star Mario Götze beteiligen. „Ich denke, dass beide außergewöhnliche Spieler sind. Wir brauchen sie nicht zu vergleichen“, sagte er: „Deutschland soll froh sein, dass es zwei so großartige junge Spieler hat.“

SID

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