Interne Lösung

Regensburg trennt sich von Trainer Corrochano

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Oscar Corrochano ist nicht länger Trainer bei Jahn Regensburg

Regensburg - Zweitligist Jahn Regensburg hat sich nach vier Pleiten in Serie von seinem Trainer Oscar Corrochano getrennt und setzt bis auf Weiteres auf eine interne Lösung.

Jahn Regensburg hat sich von seinem Trainer Oscar Corrochano getrennt und den bisherigen Sportlichen Leiter Franz Gerber zum Nachfolger bestimmt. Nach jüngst vier Pleiten in Serie habe die Vereinsführung damit die Konsequenzen aus dem sportlichen Negativlauf gezogen, hieß es am Sonntag in einer Mitteilung der Oberpfälzer. Die Regensburger hielten sich in ihrem Statement allerdings die Möglichkeit offen, spätestens in der Winterpause nochmals einen neuen Trainer zu präsentieren.

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

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„In den letzten Spielen zeichnete sich eine Stagnation der Entwicklung der Mannschaft und ein deutlicher Rückschritt ihrer Einsatzbereitschaft ab“, hieß es in der Jahn-Mitteilung zur Trennung vom 36-jährigen Trainer-Youngster Corrochano. Am vergangenen Freitag hatte der abstiegsgefährdete Aufsteiger nach einer erneut ganz schwachen Vorstellung mit 0:2 daheim gegen den SC Paderborn verloren, bis zuletzt allerdings keinen direkten Abstiegsrang belegt.

An diesem Montag wollen die Vereinschefs bei einer Pressekonferenz im heimischen Jahnstadion detailliert Stellung zu den Gründen der vierten Trainertrennung dieser Saison nehmen. Bisher hatten Oliver Reck (Duisburg), André Schubert (St. Pauli) und zuletzt Bochums Andreas Bergmann im Unterhaus ihre Stühle räumen müssen. Der frühe Rausschmiss des erst vor der Saison verpflichteten Corrochano überrascht allerdings. Dass die Oberpfälzer nach ihrem Aufstieg um den Ligaverbleib zittern müssen, ist wahrlich keine Sensation - zumal der SSV im Sommer ohne namhafte Zugänge auskommen musste.

Zu diesem Zeitpunkt war dem Deutsch-Spanier als Nachfolger des nach Augsburg abgewanderten Markus Weinzierl noch das Vertrauen ausgesprochen worden - nun ist die Geduld rasch am Ende. „Mein Job beim Jahn machte mir Spaß, aber man bekommt im Profifußball anscheinend keine Zeit, sich zu finden“, sagte der Geschasste der „Mittelbayerischen Zeitung“ und betonte: „Ich hinterlasse keinen Scherbenhaufen.“

Die Regensburger Hoffnungen ruhen vorerst auf Gerber, der schon seit einigen Jahren als sportlich Verantwortlicher der Bayern fungiert. Letztmals als Coach aktiv war der 58-Jährige allerdings 2004, als er den FC St. Pauli in der Regionalliga Nord betreute.

dpa

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